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Kameras so viel wie möglich live auf der Bühne

Saisoneröffnung im Deutschen Theater Kameras so viel wie möglich live auf der Bühne

Das hat Wiedererkennungswert: Hängt ein Regieteam den Zusatz „2.0“ an einen Titel, wird aktualisiert. Auch Mark Zurmühle, Intendant des Deutschen Theaters (DT) Göttingen, und Chefdramaturg Lutz Kessler haben auf diese Mode vertraut. Ihre rund 100-minütige Inszenierung des Klassikers „Die Wildente“ nach Henrik Ibsen heißt hinten 2.0 nach dem verblassenden Schlagwort „Web 2.0“.

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Klassiker aktualisiert: Lutz Kessler und Timm Burkhardt.

Quelle: CH

Das sagen soll: Hier kommt eine verbesserte Programmversion. Für Kessler ist es „ein Zeichen, dass wir es ins Heute übersetzen“. Am Sonnabend eröffnet das Haus am Wall um 19.45 Uhr seine Saison mit der Premiere „Wildente 2.0“.

Ibsen schildert das Leben der Familie Ekdal, das perfekt aussieht, aber vom Schein bestimmt wird. Hjalmar Ekdal wird umsorgt von seiner Ehefrau, seine Tochter glüht vor Vaterliebe, aber sie wurde von einem anderen gezeugt. Hjalmar tüftelt ausdauernd, aber vergeblich an einer Erfindung, und manchmal geht er zur Jagd – auf den Dachboden, wo er und sein Vater einst ein künstliches Revier mit vegetierender Ente anlegten. Alles eine Trugwelt – wie das soziale Netzwerk Facebook, das wirkliches Leben vorgaukelt, oder Realityshows im Fernsehen, die nur so tun als ob, meint Kessler. Für die Inszenierung hat Zurmühle die Videokünstler Timm Burkhardt und Julian Hetzel engagiert, die „so viel wie möglich live auf der Bühne arbeiten“ wollen, erklärt Burckhardt.

Premiere: Sonnabend, 18. September, 19.45 Uhr. Kartentelefon: 05    51   /   49    69    11.

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