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Karsten Brudy Quartett & Jan Jakob im Apex

Zwischen Nashville, New York und Hawaii Karsten Brudy Quartett & Jan Jakob im Apex

Die Musiker des Karsten Brudy Quartetts spielen Western Swing mit Einflüssen aus Hawaiianischer Musik, Blues, Jazz und einem Hauch von Broadway. Dabei verwenden sie die Pedal-Steel-Gitarre als Soloinstrument. Unterstützt wurden sie bei ihrem Auftritt im Apex von dem Sänger und Gitarristen Jan Jakob.

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Karsten Brudy Quartett & Jan Jakob im Apex

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Die Pedal-Steel-Gitarre, ein zwanzigsaitiges elektrisches Slideinstrument, fand früher vorwiegend in der Country Musik Verwendung. In den 1930er-Jahren in den Vereinigten Staaten entwickelt, ist es verwandt mit der sogenannten Lap-Steel- oder Hawaiigitarre. Der wesentliche Unterschied zu Letzterer besteht in zusätzlichen Pedalen und Kniehebeln, die es ermöglichen, während des Spielens die Tonhöhe mit Hilfe eines über die Saiten gleitenden Steel Bars zu verändern. Statt eines Resonanzkörpers werden elektromagnetische Tonabnehmer verwendet.

Bob Dylan und Neil Young

Brudy hat nach eigener Aussage viel Bob Dylan und Neil Young gehört, in deren Musik die  Pedal-Steel für sich entdeckt und dann bei dem deutschen Country-Pionier Hermann Lammers-Meyer ein Übungsinstrument erstanden. Im legendären „Green Mill Club“ in Chicago habe er dann das „Joel Paterson Trio“ gesehen, erzählt Brudy. Nach diesem Konzert habe sein Entschluss festgestanden, eine entsprechende Band zu gründen.

An der Musikhochschule in Hannover lernte er die anderen Bandmitglieder kennen.Ergänzt wird Brudys wimmernder Pedal-Steel-Sound durch das feine E-Gitarrenspiel von Lars Bernsmann. Beide Gitarristen wirken sehr konzentriert und wechseln sich nach kurzem Blickkontakt in ihren solistischen Einlagen ab. Den Rhythmus dazu legen Frederick Möhle am Kontrabass und Julian Nikolaus am Schlagzeug, die gleich zu Beginn für den Swing in „Man´s Prayer“ sorgen.

Experten im Publikum

Von Brudys Idol Jeremy Wakefield stammt die in der Hawaiimusik angesiedelte Ballade „Blue and Drifting“. Beeindruckt zeigt sich Brudy von der Tatsache, dass im Publikum Experten sitzen, die Wakefield schon live gesehen haben.

Zu Willie Nelsons „Sad Songs and Waltzes“ ergänzt der Sänger und Gitarrist Jan Jakob Ewert die Band und steuert mit beeindruckender Stimme in die Country Ecke. Ein weiterer Favorit Brudys ist Tom Waits. Sein „Young at Heart“ sei seines Wissens eines von zwei Stücken von Waits, in denen die Pedal Steel Verwendung findet.

Stilistosch eigenwillig

Schwungvoll steuert die Band mit der Eigenkomposition „Blues Talk“ in den zweiten Set und legt das sehr lebhafte „Whistle Stop“ von Jimmy Bryant nach. Mit dem Jazzstandard „Fly me to the moon“ beendet das stilistisch sehr eigenwillige Quartett seinen interessanten Exkurs durch die Musikhistorie.

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