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Faszination Dirigieren

Neu im Kino Faszination Dirigieren

Auf den Stoff für seinen ersten Kinofilm ist der Göttinger Regisseur Götz Schauder durch Zufall gestoßen. Nun läuft sein Film „Dirigenten - jede Bewegung zählt!“ im Kino.

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Drama Dirigenten-Wettbewerb: der Göttinger Götz Schauder drehte darüber einen Film.

Quelle: Harald Wenzel

Mit klassischer Musik hatte Götz Schauder nie viel zu tun. Alle zwei Jahre ist er mal in ein Klassik-Konzert gegangen, das war‘s. Bis Schauder, der als Autor, Regisseur und Cutter arbeitet, vor einigen Jahren einen Fernsehbeitrag zum Internationalen Sir Georg Solti Dirigentenwettbewerb in Frankfurt erstellen sollte, einem der wichtigsten Wettbewerbe für Nachwuchsdirigenten.

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Am Donnerstag, 21. April, läuft „Dirigenten - jede Bewegung zählt!“ um 20 Uhr im Kino Lumière, Geismar Landstraße 19 - mit anschließendem Gespräch mit dem Regisseur Götz Schauder.

Da merkte er: „Da steckt Drama dahinter“. Wie ein hartes, eine Woche andauerndes Assessment-Center sei der Wettbewerb. Dass er guten Stoff für einen Dokumentarfilm hergibt, kam Schauder erst später in den Sinn. 2008 entschied der 40-Jährige sich deshalb, erneut zum Wettbewerb zu gehen. Er suchte sich von den 24 Kandidaten seine Protagonisten aus: den Usbeken Aziz Shokhakimov, Amerikanerin Alondra de la Parra, Engländer James Lowe, Japaner Shizuo Z Kuwahara und den Deutschen Andreas Hotz.

„Die interessierten mich persönlich besonders“, erzählt Schauder, eine schwarz-graue Locke fällt ihm ins Gesicht. Wer den Wettbewerb gewinnen würde, konnte er als Laie nicht einschätzen.

Das macht den Film, der seit 28. Januar dieses Jahres unter dem Titel „Dirigenten - jede Bewegung zählt!“ im Kino läuft, aus: „Auch als Laie kann man eine Haltung zum Dirigieren einnehmen“, findet Schauder. Der Dirigent sei eine Führungsperson - wie man sie aus anderen Bereichen kennt -, die das Orchester begeistern und sich beweisen müsse.

Besonders toll fand Schauder Protagonist Aziz. Mit dem damals 19-Jährigen steht Schauder noch im Kontakt. „Aziz macht das Drama des Films aus“, erzählt Schauder. Die Art seines Scheiterns sei faszinierend. „Der rebelliert und streitet sich mit erfahrenen Musikern“, so Schauder. So würden Megatalente nahbar.

Dass der Film, obwohl 2008 gedreht, jetzt erst fertig wurde, liegt daran, dass das Material vier Jahre herumlag. „Wir hatten kein Geld für die Produktion“, erzählt Schauder, der Film war sein erstes Projekt nach dem Studium in Kunstgeschichte, freier Gestaltung und Film. Finanziert wurde der Film schließlich durch Crowdfunding.

Nun hat Schauder nicht nur seinen ersten Kinofilm produziert, auch sein Klassik-Interesse wurde geweckt. Ein Dirigent sei eben nicht jemand, der nur herumfuchtelt - sondern jemand, der inspiriere. hsc

 

Weitere Kinostarts

Außerdem startet im Lumière Göttingen:

Francofonia

In seinem Film befasst sich der russische Regisseur Alexander Sokurov mit dem Louvre in Paris während der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Mit einer Mischung aus Dokumentation und Spielszenen beleuchtet er das schwierige Verhältnis zwischen Jacques Jaujard, dem damaligen Direktor des Kunstmuseums, und dem Grafen Wolff-Metternicht, der von der Wehrmacht mit dem "Kunstschutz" beauftragt wurde und der für Jaujard unverhofft zum Verbündeten wird.

 

Im Cinemaxx Göttingen laufen die folgenden Filme an:

Die Kommune

Als Erik in den siebziger Jahren eine stattliche Villa in Kopenhagen erbt, lässt er sich von seiner Frau Anna zu einem abenteuerlichen Neuanfang überreden: Gemeinsam mit ihrer Teenager-Tochter Freja und anderen Interessierten gründen sie eine Kommune. Zunächst läuft alles rosig, doch die neue Gemeinschaft bekommt schnell Risse, als sich Erik in die Studentin Emma verliebt.

 

The Boss

Als Chefin eines Großunternehmens hat es Michelle Darnell zu Reichtum und Einfluss gebracht. Aber als sie des Insider-Handels überführt wird, ist es damit vorbei - sie landet im Gefängnis. Als die Magnatin sechs Monate später entlassen wird, ist nichts mehr wie vorher. Michelle muss erst einmal bei ihrer ehemaligen Assistentin, der sie früher das Leben schwer machte, Unterschlupf finden. Sie plant ihre Rückkehr an die Unternehmensspitze, doch dann kommt alles anders.

 

Gods of Egypt

Nachdem sich Set, der unbarmherzige und brutale Gott der Dunkelheit, des ägyptischen Throns bemächtigt hat, droht das einst friedliche und wohl behütete Reich im Chaos zu versinken. Nur wenige Rebellen leisten noch Widerstand. Einer von ihnen ist Bek, ein Dieb und mutiger Held, der außerdem seine große Liebe Zaya aus dem Totenreich zurückholen will. Gemeinsam mit dem Gott Horus plant er, die Schreckensherrschaft ein für allemal zu beenden.

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