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Komödiant Paul Panzer kommt in die Lokhalle Göttingen

„Zwischen mir und Dieter“ Komödiant Paul Panzer kommt in die Lokhalle Göttingen

Gerade ist Paul Panzer mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet worden. Jetzt tourt er mit seinem  Programm „Invasion der Verrückten“ durch die Republik. Am Freitag, 18. Dezember, tritt Panzer in der Göttinger Lokhalle auf. Vorab spricht er über schweißen, spaßen und seine zweite Familie.

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Paul Panzer

Quelle: EF

Köln/Göttingen. Der Einstieg in das Interview mit Dieter Tappert, der unter seinem Künstlernamen Paul Panzer zu den erfolgreichsten deutschen Comedians zählt, ist noch verhalten . „Nee“, antwortet Tappert auf die Frage, ob er mit Horst Tappert verwandt sei. Die Frage ereilt ihn nicht zum ersten Mal. Spaßiger allerdings geht es dann weiter.

Dass Paul Panzer ein stockkonservativer Stinkstiefel sei, schrieb unlängst ein Kritiker. Das habe er ja nicht gedacht, sagt Tappert. Geschockt sei er, „ja fast schon traurig“. Aber das war doch gar nicht so gemeint. „Puh“, sagt Tappert, „ich wollte fast schon meine Herztabletten nehmen.“ Und dann stichelt er zurück. Wenn Kritiker sich so ein Programm vornähmen, werde das manchmal schwierig, weil sie „normalerweise eher zur Mezzosopranistin gehen“.

Vor seinem Leben als Comedian bereitete er ein anderes vor – als Schweißer. „Ich war jung und orientierungslos“, erklärt er. Sein Vater, ein Schmied, habe entschieden: „Comedy ist kein vorgeschriebener Weg.“ Also lernte der Sohn das Schweißen. „Das hat Spaß gemacht – und macht heute immer noch Spaß“, sagt Tappert. Er habe eine kleine Werkstatt in einem Kölner Industriegebiet und müsse für seine Ehefrau einen Weihnachtsbaumständer bauen.

In Nörvenich bei Düren ist Tappert groß geworden. Das liegt zwar nicht im benachbarten Oberbergischen, doch auch dort kennt er sich offensichtlich aus. „In Meinerzhagen gibt es einen schönen Flugplatz. Die haben eine Grasbahn.“ Cessna fliege er auf dem Gelände.

Anfang des Jahres gastierte Tappert bereits in der Lokhalle, es war nicht der erste Besuch in der Stadt. „In Göttingen war es immer gut“, erinnert er sich, „auch abends nach der Show. In Göttingen kann man gut feiern.“ Gerne ist er dann mit seiner Crew unterwegs, die er „meine zweite Familie“ nennt. Und wird er erkannt, wenn er privat durch die Straßen geht? „Mittlerweile schon“, sagt Panzer/Tappert. „Was ist denn schon zwischen mir und dem Dieter“, fragt er und antwortet gleich selbst: „ein Blümchenhemd, eine Brille, eine Frisur.“

Comedian? Komödiant? Letzteres finde er am besten, sagt Tappert, „Comedian klingt so konstruiert, schneller verbrannt. Ich will ja noch mit 60 auf der Bühne stehen.“ Und was erwartet die Besucher seiner Show in der Lokhalle? Da spricht wieder Paul Panzer: „Es wird lustig. Wer da keinen Bock drauf hat, soll wegbleiben. Die, die kommen, die kennen Paul.“ Und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Die Leute werden sich hoffentlich wie beim letzten Mal kaputtlachen.“

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Paul Panzer in Göttingen
Paul Panzer

Retroblümchenhemd und Sprachfehler – das sind die Markenzeichen von Paul Panzer. Der Komiker war mit seinem fünften Bühnenprogamm, „Die Invasion der Verrückten“, zu Gast in der ausverkauften Lokhalle. Er unterhielt sein Publikum mit neuen Geschichten aus dem Leben des „kleinen Mannes“ und seiner Familie.

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