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Konzert mit „Spiegelblick“ im Exil Göttingen

Gar nicht kitschig Konzert mit „Spiegelblick“ im Exil Göttingen

Fast keiner da. Aber wenn niemand zum Konzert kommt, wird dann trotzdem Musik gemacht? Für die Dürener Band Spiegelblick ist die Sache klar. Natürlich wird gespielt. Auch wenn nur sehr wenige Zuschauer zu ihrem Konzert ins Exil gekommen sind.

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Unaufgeregt und überzeugend: Siegelblick aus Dühren.

Quelle: Heller

Göttingen. Man könnte das bedauerlich finden. Aber die Band hat sich für eine andere Reaktion entschieden. „Wir sind hier alle per du“, sagt Frontmann Moe Ripp zum Publikum. Wenig Konzertbesucher heißt auch, nah an der Band sein zu können. Und Ripp spricht mit den Zuschauern  und animiert zum Mitmachen, bleibt aber stets unaufgeregt und unaufdringlich. Das kommt an. Aber auch in einer anderen Sache können die vier überzeugen: mit ihrer Musik.

Das besondere an Spiegelblick sind die wirklich guten Texte. Ihre Songs erzählen von vielbesungenen Gefühlen wie Liebe oder Freundschaft, ihre Text gleiten dabei aber nie ins Kitschige ab. „Dabei will ich dir sagen, wie sehr ich dich mag“, heißt es da im Refrain. In einigen Texten liegt eine Spur Poetik, die Spiegelblick mit ruppigen Gitarrensound unterlegen und so nie in die Gefahr geraten, allzu schwülstig zu wirken. Doch nicht nur über Gefühle wird gesungen.

Auch wenn nur wenige gekommen waren, liefern Spiegelblick eine gute Show ab und    haben beim Publikum überzeugt. Auch weil es einen Konzertabend erlebt, wo jeder ganz nah an die Band herankommt. „Wir trinken gleich alle ein Bier zusammen und lassen den Abend gemeinsam ausklingen“, kündigt Sänger Ripp zum Ende hin an.

Von Daniela Lottmann

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