Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Konzert mit dem Kinderchor „Cantus Cordis“

„Cantate Domino“ Konzert mit dem Kinderchor „Cantus Cordis“

Bravorufe, im Stehen gespendeter Applaus, ein ganzes Bündel Zugaben: Mit seinem Programm „Cantate Domino“ hat der Kinderchor „Cantus Cordis“ aus Hardegsen am Sonnabend sein Publikum in der gut besuchten Nikolaikirche begeistert. Dirigent Gerhard Ropeter konnte stolz auf seine Vokalisten sein.

Voriger Artikel
DJ Alle Farben tanzt auf dem Tisch
Nächster Artikel
Tom Schreibers Blume gewinnt Local-Heroes-Semifinale


Quelle: Peter Heller

Göttingen. Am kommenden Sonnabend fahren die 32 Sängerinnen und Sänger im Alter zwischen sechs und 19 Jahren nach Bad Pyrmont zum 10. Niedersächsischen Chorwettbewerb. Die Chancen für eine erfolgreiche Teilnahme stehen nicht schlecht, wie das Göttinger Konzert bewies. Das Pfund, mit dem die jungen Vokalisten wuchern können, sind ihre klaren, gut geschulten Stimmen. Sie hören gut aufeinander, sodass der Chorklang stets ausgewogen und homogen ist. Und ihre Intonationssicherheit ist recht groß. Nur manchmal tendierten die Soprane im Eifer des Gefechts ein kleines Stück nach oben.

Fast durchgehend a cappella

Mit vier sehr lebendig gesungenen schwedischen Volksliedern eröffnete der Chor den Abend, wobei ein Solo-Terzett ein besonderes Glanzlicht aufsteckte. Anschließend stellte der Chor sein Wettbewerbsprogramm für Bad Pyrmont vor, sechs stilistisch sehr unterschiedliche Sätze vom Barock über die Romantik bis zur Gegenwart, wunderbar klangschön vorgetragen und stets fein artikuliert. Das weitere Programm umfasste drei geistliche Stücke, darunter das besonders anrührende Engelterzett „Hebe deine Augen auf“ aus Mendelssohns Oratorium „Elias“ und drei volkstümliche Sätze, das schwäbische Volkslied „Da unten im Tale“ im Satz von Johannes Brahms, eine wohlklingenden Vertonung des „Heidenrösleins“ und das Lied „Bunt sind schon die Wälder“, bei dem Ropeter das Publikum mitsingen ließ. Der Chor trug das gesamte Programm – fast durchweg a cappella, in wenigen Stücken am Klavier begleitet von Rucsandra Popescu – auswendig vor. 75 Minuten Musik und Texte im Kopf: Auch für diese Leistung verdienen die Sänger Respekt.

Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass Kinder in Chören singen – der kulturelle Mainstream dieser Generation fließt anderswo. Rund 900 Sängerinnen und Sänger aus ganz Niedersachsen machen mit beim Niedersächsischen Chorwettbewerb. „Cantus Cordis“ ist der einzige Teilnehmer in der Kategorie Kinderchöre mit Durchschnittsalter nicht über 14 Jahre. Mit dem in Göttingen vorgestellten Konzertprogramm unternimmt der Chor Anfang Oktober eine Reise in die Pfalz, bei der er unter anderem in einer Abendmesse im Dom zu Speyer mitwirken wird. Man kann ihm getrost einen großen Erfolg prophezeien.

Info „Ave“ heißt die jüngste CD des Chores mit einem Live-Mitschnitt der Konzerte 2016 in Göttingen und Bad Gandersheim. Sie kostet zehn Euro und kann im Internet auf der Chor-Homepage bestellt werden unterkantorei-hardegsen.de

Von Michael Schäfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional

Hier bloggen wir zu den Göttinger Händel-Festspielen 2017 – berichten von Vorbereitungen, besuchen Opernproben und werfen einen Blick hinter die Kulissen. mehr

NDR2-Soundcheck: Statements von der Open City Stage am Sonntag