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Phelas berührende Liedkunst

Konzert Phelas berührende Liedkunst

Die Wahl-Berlinerin Raphaela Beer alias Phela singt tiefgängige deutschsprachige Lieder rund um die Liebe. Musikalisch bewegt sie sich in poppigen, fast klassisch anmutenden Gefilden. Ihr Album trägt den Titel „Seite 24“. Im Nörgelbuff schlug sie weitere Seiten auf. Am Mittwoch, 17. August, ist sie zu Gast im Kulturzelt Kassel.

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Phela im Nörgelbuff.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Im Alter von vier Jahren entdeckt Phela die Geige für sich. Während sie in Hannover drei Semester Jazz-Geige studiert, schreibt sie nebenbei auch Texte und entdeckt ihre Stimme als Instrument. Nachdem sie ihren ersten eigenen Song „Lavendel“ als Video ins Internet gestellt hat, melden sich kurz darauf drei Berliner Produzenten bei ihr. Phelas tiefe Skepsis gegenüber der Musikindustrie bestärkt sie jedoch in dem Bestreben, der deutschen Sprache ihre eigene Tonalität abzuringen.

"Lavendel" führt zu "Seite 24"

„Lavendel“ führt nach einem zwei Jahre andauernden kreativen Prozess letztendlich zu ihrem Debütalbum „Seite 24“, das sie selbst als „ehrlich, melancholisch, aber  hoffentlich auch optimistisch …“ charakterisiert. Der Titel bezieht sich auf ihr Alter zum Zeitpunkt der Entstehung der Songs und steht auch für ein Kapitel aus ihrem Lebensbuch.

Inzwischen, zwei Jahre später, habe sie viele neue Songs komponiert, die sie auf ihrer ersten langen Tour auch in Göttingen präsentiere, so Phela. Und sie freut sich sichtbar über die zahlreichen Besucher im Nörgelbuff.

Kraftvolles Geigenspiel

Mit kraftvollem Geigenspiel und den passenden Zeilen „…alles wohnt in mir, Euphorie, Fantasie...“ aus „Wer ich bin“ startet Phela barfuß in den Abend. Die Instrumentierung ist eher ungewöhnlich für ein Pop-Konzert. Moritz Brummer begleitet sie sehr einfühlsam auf dem Cello, Akkordeon oder der akustischen Gitarre, Roman Groly setzt immer wieder wunderbare Akzente an den Keyboards.

Phelas Texte sind von großer Tiefe und Poesie. „Eine und Viele“ wollte sie für sich und den Live-Moment behalten und ist somit nicht auf dem Album. „Ich bin eine und viele, kein Weg aber Ziele …“ singt sie darin stark und zerbrechlich zugleich. Ihr sympathisches, selbstbewusstes Auftreten und ihr klarer, kräftiger Gesang wirken erfrischend natürlich.

Ganz große Emotionen

Zu „Zwischen uns“, lässt sie das Licht ausschalten und erzeugt zum Ende noch mal ganz große Emotionen. Das andächtig lauschende und begeistert applaudierende Publikum erlebte einen Abend mit ganz großer, berührender Liedkunst.

Spontan den Abend eröffnen durfte auf Einladung von Phela mit kräftiger Stimme und eigenen Songs zur Gitarre der sehr humorvolle Singer-Songwriter Jan Jakob aus Hannover. Er hatte Phela am Abend zuvor bei ihrem Konzert in Hannover kennengelernt.

Von Jörg Linnhoff

Phela im Kulturzelt

Phela ist am Mittwoch, 17. August, zu Gast im Kulturzelt an der Drahtbrücke in Kassel – dann allerdings nicht mir ihrer Band sondern mit Tex, dem Chef-Entertainer und Gesicht von TV Noir. Sie teilen sich den Abend, der um 19.30 Uhr beginnt, mit dem Duo Lola Marsh aus Israel: Sängerin Yael Shoshana mit sehr eigenwilliger Stimme und Multiinstrumentalisten Gil Landau, der auch für die Arrangements verantwortlich zeichnet.          

pek

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