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Konzertabend mit dem GSO

Philharmonischer Zyklus Konzertabend mit dem GSO

Das Motto „Königlich und Rheinisch“ lässt es schon erahnen: Das Göttinger Symphonie Orchester widmet sich wieder einmal festlichen Werken und lässt die Stadthalle erstrahlen. Im dritten Konzert des Philharmonischen Zyklus II stehen am Freitagabend Werke von Haydn, Barber und Schumann auf dem Programm.

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Im dritten Konzert des Philharmonischen Zyklus II stehen beim GSO Werke von Haydn, Barber und Schumann auf dem Programm.

Quelle: Heller

Göttingen. Den Beinamen „La Reine“ erhielt Joseph Haydns 85. Symphonie einer Anekdote zufolge, da Marie Antoinette diese Komposition besonders liebte. Ist dies nur eine Mutmaßung, so trägt die Symphonie den Titel aber dennoch zu recht. Feierlich und schwungvoll wird das Werk vom Orchester eröffnet. Einen besonderen Reiz erzeugen die zahlreichen dynamischen Veränderungen und Kontraste, die von den Musikern präzise wiedergegeben werden. Die einzelnen Stimmen geben einander immer genau den richtigen Raum, um jede einzelne Instrumentengruppe bestmöglich hervorzuheben und den majestätischen Charakter des Stückes abzubilden.

Für den zweiten Programmpunkt, Samuel Barbers Konzert für Violine und Orchester, holt sich das GSO Unterstützung: die US-amerikanische Violinistin Desirée Ruhstrat, die selbst Göttinger Wurzeln hat. Trotz deutlicher hörbarer Dissonanzen in der Komposition, klingt sie keineswegs unangenehm. Vielmehr verschmelzen die von Ruhstrat überaus ausdrucksstark gespielten Melodien mit dem Orchester zu einem ausgewogenen Gesamtbild. Ein rasantes, höchst eindrucksvolles Finale beschließt das Werk und Ruhstrat wird verdient mit großem Applaus belohnt.

Nach Barbers aufreibendem Konzert kehrt mit Schumanns dritter Symphonie, die auch unter dem Namen „Rheinische“ bekannt ist, noch einmal Ruhe und Harmonie ein. Schumann komponierte sie im Jahre 1850 kurz nachdem er als Städtischer Musikdirektor nach Düsseldorf berufen wurde. Das Orchester fängt den ländlichen Eindruck, der gerade in den Mittelsätzen des Werkes deutlich zu hören ist, unbeschwert ein.  Der lebensfrohe Finalsatz bildet einen wunderbaren Abschluss für den gelungenen Konzertabend.

Der Philharmonische Zyklus II wird im neuen Jahr fortgesetzt. Das nächste Konzert am 5. Februar stellt das GSO unter das Motto „(R)evolution“.

Von Tina Evers

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