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Zerlegte Figuren

Kreis 34 im Künstlerhaus Göttingen Zerlegte Figuren

Die Jahresausstellung der Gruppe Kreis 34 gehört zu den festen Terminen im Jahresprogramm des Künstlerhauses. 17 Künstler aus der Region Südniedersachsen zeigen bis zum Sonnabend, 31. Dezember, auf zwei Etagen aktuelle Einblicke in ihre Arbeit.

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Figuren zerlegt und wieder zusammengesetzt: Malerei von Karl-Heinz Haselmeyer.

Quelle: Heller

Göttingen. Malerei, Fotografien und Skulpturen: Wer durch die Ausstellungsräume schlendert, findet dort nicht nur eine große technische Vielfalt, sondern auch unterschiedlichste Stile zusammengestellt. 17 Mitglieder der Künstlervereinigung Kreis 34, die vor 47 Jahren mit gemeinsamen Ausstellungen begonnen hat, präsentieren mehr als 70 Arbeiten. Ein Thema ist dieses Mal nicht vorgegeben.

Die Malerei ist künstlerisches Medium bei Christiane Christen. Auf ihren vordergründig fröhlich bunt wirkenden Bildern findet sich eine Vielzahl von Menschen, Tieren, Fratzen und ein Kuscheltier-Bestiarium. Bei aufmerksamer Betrachtung findet sich Bedrohliches, das sich in das Gewimmel eingeschlichen hat. Ein Totenkopf erinnert an Vergänglichkeit.

Eine eigene Handschrift tragen Karl-Heinz Haselmeyers Bilder. Er zerlegt seine Figuren und fügt sie wieder neu zusammen. Genauer hinschauen lässt die fast vergessene, antike Maltechnik der Enkaustik mit heißem Wachs in den Bildern von Janina Fiorin.

Dramatik und Dynamik vereint Ole Fischer in seinen abstrakten, mit Acrylfarbe gefertigten Arbeiten. Wohingegen Käthe-Charlotte Sablotzki-Weise mit ihren Kompositionen aus Linien, Farbflächen und grafischen Elemente eine kontemplative Wirkung erzielt. Ein Grenzgänger zwischen realistischer Darstellung und coloristisch Abstraktem ist Bernhard Preis.

Einige der Kreis-34-Mitglieder sind mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen vertreten. Benjamin Peters fixiert einen Ferrari und schillernde Lachse in Drucken auf gebürstetem Aluminium. Holz ist zudem sein Werkstoff für eine Apfel-Skulptur. In Blattgold und Ölfarbe hat Frank Helge Steuer seine „Shadow“-Bilder festgehalten, während seine an Laufräder erinnernden Edelstahl-Skulpturen an die Unendlichkeit denken lassen.

Baumwolle, Acrylfarbe und Farbpigmente kombiniert gekonnt Textildesignerin Anna Tarach, die seit November 2015 Vereinsvorsitzende ist. Neben Fotografien zeigt Greta Mindermann-Lynen auch Skulpturen aus Speckstein und Granit. Archaisch-roher Stein trifft hier auf glatte, glänzend gestaltete Formen. Ein reizvoller Gegensatz.

Reizvoll schön war auch der Musikbeitrag. Joanna Kielar-Zachlod (Violoncello) und Oksana Labach (Violine) erhielten für ihre Auszüge aus Kompositionen von Georg Abraham Schneider viel Applaus.

Ausstellung noch geöffnet

Die Ausstellung ist bis Sonnabend, 31. Dezember, im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1, zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr. Einen Kunstmarkt gibt es am Sonntag, 4. Dezember, von 11 bis 16 Uhr in der Schau.

Von Karola Hoffmann

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