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Kritische Fluktuation

Deutsches Theater Kritische Fluktuation

Dass der musikalische Leiter eines Theaters kündigt, ist nicht unüblich. Arbeit an einem Theater fordert hohe Flexibilität. Auch suchen Schauspieler immer wieder neue Herausforderungen, ein normaler Vorgang.

Drastisch allerdings sind die Formulierungen, mit denen Hans Kaul seinen – wohlgemerkt unkündbaren – Job aufgibt. Da muss einiges vorgefallen sein, was über das übliche Maß an Stress und Auseinandersetzungen weit hinausgeht. Es ist nicht das erste Mal, dass gerüchteweise über Probleme zwischen dem Intendanten Mark Zurmühle und seinen Mitarbeitern gesprochen wird, Stellung wollte bislang nie jemand beziehen. Probleme gibt es in vielen Ensembles, weil hier Individualisten miteinander klarkommen müssen. Das gelingt nicht immer. Werden die Schwierigkeiten zu groß, geht man fortan halt getrennte Wege. So läuft das Geschäft. Problematisch wird das ganze allerdings, wenn es an Führungsqualität mangelt und die Fluktuation überhand nimmt. Da scheint am Deutschen Theater eine kritische Grenze erreicht.

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