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Künstlerin Ulla Meinecke liest und singt in der Göttinger Musa

Vom Leben bereichert Künstlerin Ulla Meinecke liest und singt in der Göttinger Musa

 Erst liest sie ein bisschen. Denn Sängerin Ulla Meinecke schreibt inzwischen auch Bücher. Und wieder ist ihr Thema die Liebe in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien und Schmerzintensitäten. „Du bist die Tänzerin im Wind“ hat sie gesungen, „du wirfst mit Liebe nur so um dich.

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Thema Liebe in Geschichten und Liedern: Ulla Meinecke zu Gast in der Musa.

Quelle: Vetter

Göttingen. Und immer triffst du mich“. Es war ihr größter Hit. Sie singt ihn auch am Donnerstagabend in der Musa, kurz vor Schluss – und vor ausverkauftem Haus. Sie hat es neu arrangieren lassen von ihrem Musikerkollegen Ingo York, der sie begleitet.

Das macht er wunderbar entspannt mit der Gitarre und improvisierten fußbetriebenen Drumbasics. Auf den kann sich Meinecke verlassen.

„Meinolf und die anderen“ heißt die erste Geschichte, die sie liest. Erschienen ist sie in dem Erzählband „Ungerecht wie die Liebe“. Meinecke erzählt darin von Thomas, der sich Außereheliches gönnt, nämlich Sex mit Nelly, „schnell, scharf, süß“. Er ahnt nicht, dass es sein letzter Abend mit der Geliebten sein wird, denn die plant weiter ohne ihn.

Ähnlich handelt auch Ehefrau Corinna, die Thomas raus schmeißt. Sie hinterlässt ihm ihre Entscheidung auf einem Zettel, bevor sie das Haus verlässt, um zum Essen mit einer neuen Bekanntschaft zu gehen. Die Welt von Thomas hat sich innerhalb von Stunden in einen Trümmerhaufen verwandelt.

Die erste Begegnung mit Meinecke

Das Thema ist viel beschrieben und eigentlich auch wenig originell. Doch Meinecke trifft einen angenehm unaufgeregten Ton. Und sie hat Witz. Das unterstreichen auch die vielen Lacher im Publikum. Dort sitzen zahlreiche Menschen, die mit der 60-jährigen Künstlerin durchs Leben gegangen sind.

Norbert Mattern, Ex-Chef des Göttinger Grünflächenamtes gehört dazu, er habe ihre CDs noch einmal hervorgeholt vor dem Konzert, erzählt Mattern. Für den Mann mit dem langen grauen Bart, der extra aus Hamburg angereist ist, ist es die erste Begegnung mit Meinecke. Doch er hat einige ihrer Schallplatten in einer Tüte dabei.

Im ersten Teil des Abends liest Meinecke mehr als sie singt. Danach wird der musikalische Anteil größer.  Sie hat noch immer eine kraftvolle und facettenreiche Stimme, die vom Leben bereichert wurde. Vielleicht singt sie nicht mehr so ausdauernd, aber sie singt  stark. „Ein toller Abend“, meint der Gast aus Hamburg am Ende. Vielleicht ein bisschen konventionell, aber sehr angenehm. Ganz genau.

Ulla Meinecke: „Ungerecht wie die Liebe“, Edel-Verlag, Als Buch vergriffen, als Hörbuch im Handel.
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