Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Kultband Tito & Tarantula in der Göttinger Musa

Ausverkauft Kultband Tito & Tarantula in der Göttinger Musa

Wer kennt sie nicht, die berühmte Szene mit der leicht bekleideten Salma Hayek und ihr laszives Spiel mit Quentin Tarrantino im Kultfilm „From dusk till dawn“. Nun trat die Band um den Sänger und Gitarristen Tito Larriva im Rahmen ihrer „The Lost Tarantism Tour“ mit der Urbesetzung in der Musa auf.

Voriger Artikel
Göttinger Kultursommer: Pigor und Eichhorn im Alten Rathaus
Nächster Artikel
Nikolausberger Musiktage: zwei renommierte Vokalensemble haben zugesagt

Tito Larriva in der Musa Göttingen

Quelle: PH

Göttingen. Eine akustische Gitarre ist zu hören, dazu kommen die schroffen Klänge einer E-Gitarre und ein Schlagzeug. Das Intro zum Konzert kommt aus der Konserve, bis eine illustre Schar von sechs Musikern und Musikerinnen im Dunkeln unter großem Applaus auf die Bühne schleicht. 20 Jahre ist es her, dass ihnen ihre Mitwirkung in dem Film zu Weltruhm verhalf. Nun sind sie in der Originalbesetzung von damals mit Johnny „Vatos“ Hernandez an den Drums, Peter Attanasoff, Lead-Gitarre, Marcus Praed, Gitarre und Keyboards, und den beiden Musikerinnen Lola Carroll Larriva am Bass und Allysa Grace Martinez, Perkussion und Violine, unterwegs.

 

So heiß wie in der Musa an diesem Abend muss es auch in der „Titty Twister Bar“ gewesen sein, mit einem erwartungsvoll aufgeladenen Publikum. Die Atmosphäre stimmt also, und mit „Smilin᾽ Karen“ vom legendären „Tarantism“-Album gibt die Band vor, um was es gehen wird in dieser schwülen Sommernacht. Staubtrockener Bluesrock mit teils wilden Tex-Mex-Rhythmen und messerscharfen Gitarrensoli, dazu die kratzige, imposante Stimme von Larriva. Im Gepäck haben sie auch 20 bisher nicht veröffentlichte Songs aus der „Tarantism“-Aufnahmesession. Die CD „The Lost Tarantism“ ist gleichzeitig Titel der Tour.

 

Die Stimme von Larriva hat nichts an Volumen und Faszination verloren. Der körperlich mächtige Hernandez mit unverkennbarem Irokesenschnitt thront hinter seinem Schlagzeug, als wäre er mit diesem verwachsen. Tochter Lola Carroll Larriva wirkt mit ihrem Aussehen und stets charmanten Lächeln wie aus einem Hollywoodfilm entsprungen. Und was Attanasoff seiner E-Gitarre entlockt, ist schlicht mitreißend. Überhaupt ist die gesamte Band mit großem Spaß dabei. Und dann kommt zum Ende des Konzertes das markante Gitarrenintro, auf das alle im Publikum gewartet haben. Die Band zelebriert ihren Hit „After dark“, Larriva holt etliche Besucher zum Tanz auf die Bühne und das restliche Publikum wiegt sich kollektiv im Rhythmus. Bei den Zugaben rockt die Band noch mal, was die Instrumente hergeben und treibt sprichwörtlich die Sau durch den Saal. Ganz großes Kino!

 

Von Jörg Linnhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff