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Kultiviert nachempfundene Malerei

Ausstellung Kultiviert nachempfundene Malerei

Susanne Voigt hat sich mit der Kunstgeschichte befasst. Das zeigen ihre Bilder deutlich, die sie derzeit im Künstlerhaus Göttingen präsentiert. Am Donnerstagabend hat Organisator Georg Hoppenstedt die Schau eröffnet, die Teil einer Doppelveranstaltung ist. Unter dem Titel „Vorgestellt“, ein Forum für unbekannte Künstler, folgt am Donnerstag, 28. Mai, die Ausstellung „Stadt-Landschaften“ mit Malerei von Petra Krack. 

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Kultiviert: Komposition zwischen Abbild und Malerei als Gegenstand der Kunst.

Quelle: Peter Heller

Voigts Bilder locken durch ihre Farbigkeit. Sie arbeitet Komplementärkontrasten: Rot und Grün, Blau und Orange, Gelb und Violett. Gemischt ergeben sie ein eher unattraktives Graubraun, nebeneinander gesetzt bringen sie nach der Farbenlehre die größte Farbdynamik. Es gibt eine Reihe von Beispielen aus der Kunstgeschichte, in denen Künstler den Komplementärkontrast bewusst eingesetzt haben, zu den ersten zählten die Expressionisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Doch wo Maler wie Ernst Ludwig Kirchner tatsächlich sehr dynamische und kraftvolle Werke schufen, malt Voigt, die in Badenhausen nördlich von Osterode lebt, eher zurückhaltend.

Die Farbigkeit ihrer Bilder verströmt eine eher ruhige Atmosphäre. Reste von Landschaft wie Horizontlinie oder Andeutungen von Bäumen werden dabei zu Zeichen, die Malerei entfernt sich vom Gegenstand, um selbst Gegenstand der Kunst zu werden. Eröffnungsredner Hoppenstedt nennt das „Autonomie der Mittel“ oder „vom Abbildzwang befreite Farbe“. Für ihn arbeitet Voigt an Wurzeln, die kraftvoll genug seien, dass immer wieder etwas aus ihnen wachsen könne – Innovation allerdings nicht. Voigt empfindet Malerei nach. Das allerdings gelingt ihr sehr geschickt und kultiviert.

Bis 24. Mai dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 13 Uhr. Am Donnerstag, 28. Mai, folgt um 19.30 Uhr die Vernissage von Petra Krack im Künstlerhaus.

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