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Kulturtipps für Göttingen von Peter Krüger-Lenz

Kommt er? Kommt er nicht? Kulturtipps für Göttingen von Peter Krüger-Lenz

Kommt er? Kommt er nicht? Der Frühling lässt auf sich warten, das ist blöd. Einerseits. Denn Angrillen ist schwierig. Andererseits: Kulturbesuche stehen noch ganz weit oben auf der Liste der Möglichkeiten. Am Montag, bietet sich beispielsweise ein Besuch im Lumière, Geismarlandstraße 19, an.

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Tageblatt-Redakteur Peter Krüger-Lenz.

Quelle: Archiv

Göttingen. Dort läuft um 17.30 Uhr ein Film, der großes Kino verspricht. „Papusza - Die Poetin der Roma“. Regisseurin Joanna Kos-Krauze , die auch das Buch zum Film geschrieben hat, schildert die Geschichte von Bronislawa Wejs, der ersten polnischen Roma-Dichterin, geboren 1910, die schlagartig berühmt wurde, als ihre Gedichte erst deutlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs ins Polnische übersetzt wurden. Es ist jedoch nicht nur die Geschichte dieser Frau, die der Film erzählt, sie ist auch eng mit der Geschichte und Kultur der Roma in Polen verknüpft.

Der Dienstag schreit geradezu nach einem Besuch in der Galerie Ahlers, Düstere Straße 21. Warum? Galerist Oliver Ahlers hat ein umfangreiches Konvolut von Zeichnungen, aber auch einige Ölbilder aus dem Nachlass von Bernhard Heisig erworben, die er gerade zeigt. Vor allem Leinwandbilder Heisigs, der zu den großen fünf Malern der DDR zählte, sind auf Markt nicht nur enorm im Preis gestiegen, sie sind auch ausgesprochen rar. Die Bilder, die Ahlers zeigt, stammen vom Anfang der 70er-Jahre, sind mal in Moskau ausgestellt worden und anschließend beinahe in Vergessenheit geraten.

Donnerstag? Nochmal Kunst. Denn der Kunstverein zeigt derzeit im Alten Rathaus, Markt 9, die Schau „Moment!“. Die Ausstellung wurde angeregt durch die Debatte um ein Denkmal vor dem Göttinger Bahnhof, das Christiane Möbus, eine der einflussreichsten deutschen Künstlerinnen, entworfen hat. Es geht im Alten Rathaus um die Kultur der Erinnerung, also erinnern wir uns an Künstler, die an der Ausstellung beteiligt sind. Christian Jankowski ist dabei, der in Göttingen geboren wurde, hier aufwuchs und jetzt zur Kunstbundesliga gehört und regelmäßig Championsleague spielt. Auch Tim Ulrichs ist dabei. Den hannoverschen Künstler verbinden einige Ausstellungen mit Göttingen, auch in der Galerie Apex, als es sie noch gab. Viele Jahre lang zierte im oberen Galerieraum im Bühnenbereich ein unscheinbares Bildchen den Raum. Es hieß „Blutbild“ und Ulrichs hatte es mit seinem eigenen Blut an die Wand gebracht.

Donnerstag lockt der Besuch des Konzertes des Göttinger Symphonie-Orchesters um 19.45 Uhr in der Stadthalle am Albaniplatz. Es trägt den Titel con passione und die Musiker spielen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller Werke von Busoni, Mozart und Pettersson.

Freitag sollten all jene ins Deutsche Theater, Theaterplatz 11, gehen, die für die Premiere von „The Black Rider“ am Sonnabend, 28. März, keine Tickets mehr bekommen haben. Ein gewichtiger Grund: die Musik zum Stück hat Tom Waits geschrieben. Das kann keiner besser. Los geht es um 19.45 Uhr.

Sonnabend kommen Kinder ab vier Jahren zum Zug. Die werden um 15 Uhr viel Spaß mit dem Schauspieler-Ehepaar Kathrin Müller-Grüß und Normann Grüß haben. Die spielen im Jungen Theater, Hospitalstraße 6, dem Nachwuchs ihre Bühnenfassung von „Der kleine König“ vor.

Sonntag ist dann die Esskultur dran. Hoffentlich. Ab in den Wald und nach Bärlauch Ausschau halten. Das sind diese Blätter, die den Boden bedecken und nach Knoblauch riechen. Mit Olivenöl und Pinienkernen schreddern, in ein Glas mit Schraubverschluss füllen, „Pesto“ draufschreiben und bei nächster Gelegenheit auf die Spaghetti damit. So wird's gemacht.

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