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Kulturtipps von Angela Brünjes für Göttingen

4. August bis 10. August Kulturtipps von Angela Brünjes für Göttingen

Heiße Tage, wie die in dieser Woche, passen einfach nicht zu Eile, Hast, Unruhe. Sommerpause und Sommerhitze reichen sich die Hand, und beglücken diejenigen, die Zeit zum Entspannen haben. Ach ja! Dabei ist die Unruhe nötig für den Fortschritt.

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Kulturtipps von Angela Brünjes für Göttingen

Das meint zumindest der Philosoph Ralf Konersmann, der „Die Unruhe der Welt“ (Fischer Verlag) untersucht hat. Sein Buch erzählt, was uns seit wann am Laufen hält und warum Vielbeschäftigtsein ein Attribut des Erfolges geworden ist. Die Unruhe als Zivilisationsmoment: Das ist doch mal eine Lektüre für Sommertage, an denen zur Ruhe kommen ein weiser Entschluss ist.

Eile mit Weile ist also angesagt. Für das Konzert von Yann Tiersen im Kulturzelt Kassel gilt es, weil das noch nicht ausverkauft ist, aber schon bald sein könnte. Französische Folkmusik, Chanson und Musette mit Elementen aus der Rock- und Popmusik verbindet der Komponist und Multiinstrumentalist aus Frankreich wunderbar. Sie kennen seine Musik nicht?

Vielleicht doch, wenn Szenen aus den Filmen „Die fabelhafte Welt der Amelie“ oder „Good bye, Lenin!“ in den Sinn kommen und eine Erinnerung an die wunderbare Filmmusik – die stammt von Yann Tiersen. Ach ja, wenn für das Konzert am Mittwoch , 5. August, im Kulturzelt an der Drahtbrücke um 19.30 Uhr keine Karten mehr zu haben sind, vielleicht einen Abend mit Amelie und/oder Lenin verbringen? Wunderbare Filme gehen immer.

Von Sängerknaben bis Seniorinnen – Chorgesang ist anspruchsvoll und macht Spaß. Dem Chor „Voice Choice“ sogar soviel, dass die Mitglieder vier- bis fünfmal pro Jahr aus dem Bundesgebiet an einem Ort zusammenkommen, um zu proben und ihre Konzertprogramme vorzubereiten.

Das Sommerkonzert beginnt in Göttingen am Donnerstag , 6. August, um 20 Uhr im Alten Rathaus, Markt 9. Vocaljazz – a cappella und dazu eine originelle Bühnenpräsentation versprechen die 21 Sängerinnen und Sänger von Voice Choice.

Das verheerende Erdbeben im April in Nepal hat Städte und Dörfer in dem Himalaja-Staat zerstört. Derzeit wird selten über die Lage dort berichtet. Klar ist aber, dass viele entlegene Orte immer noch nicht einmal grundlegendes Werkzeuge und Maschinen zum Räumen der Schuttmassen und zum Wiederaufbau haben.

Das alles wird derzeit noch verschärft durch die Regenzeit. Sechs Studenten der Universität Göttingen nutzen ihre musikalischen Fähigkeiten, um damit in Nepal zu helfen. Am Freitag , 7. August, beginnt um 20 Uhr in der Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1, das Benefizkonzert „Musik für Nepal“ vom „Quisquis Quintet“.

Marian Mironova (Violine), Wong Tsz (Violine), Moritz Disselkamp (Violoncello), Christoph Bloos (Solo-Violine), Viola Vogt (Viola) und Rixhard Mansky (Klavier) werden Werke spielen von Mozart, Dvořák, Borodin und Tschaikovsky. Der Erlös des Konzertes soll zum Wiederaufbau des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Kathmandu beitragen.

Der Vorteil heißer Sommertage sind die Abende. Dann kommt die Kühle durch, ohne dass es kalt ist. Herrliche Gelegenheit für den Besuch des Open Air-Kinos im Freibad am Brauweg. Dort öffnet das Kino Lumière in den Sommermonaten donnerstags, freitags und sonnabends seine Außenstelle.

Am Sonnabend , 8. August, kann sich ab 19.30 Uhr (Einlass) ein Platz mit gutem Blick auf die Leinwand gesucht werden, ein Bad genommen werden und dann heißt es Film ab unter freiem Himmel: An diesem Sonnabend um 21.15 Uhr „Wild Tales“ - herrliche Dramakomödie über die Wonnen des Kontrollverlustes.

In Duderstadt ist das Sonntagsprogramm üppig: Um 14 Uhr beginnt im Museumsgarten ein Friedensfest. Dazu zählt der Auftritt von „Tribal Roses“. Die Tanzgruppe aus dem Wendland kommen mit ihrem für den Duderstädter Kultursommer produzierten Tanztheater „Salama“. Um 15 Uhr beginnt der Tanz, in dessen Mittelpunkt das Thema Frieden und ein afrikanisches Kinderlied stehen.

Märchenhaft kann der Sonntagabend auch in Göttingen werden: „Der kleine Prinz“ bekommt von August Zirner (Schauspieler und Musiker) und Kai Struwe (Musik) ein neue Facette, wenn sie das Märchen von Antoine de Saint-Exupéry lesen und mit Klängen von Flöte und Kontrabass interpretieren um 20 Uhr im Alten Rathaus.

„Taxi Teheran“ ist ein bemerkenswerter Film, weil Regisseur Jafar Panahi damit gegen sein Berufsverbot protestiert, die iranische Stadt Teheran zeigt und seine Fahrgäste zum Leben im Iran zu Wort kommen lässt. Ein besonderes Roadmovie, nur im Taxi gedreht, das bei der Berlinale 2015 den Goldenen Bären erhielt.

In dieser Woche läuft Taxi Teheran in Göttingen an. Das Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, zeigt es ab Donnerstag. Am Montag, 10. August, ist es um 21 Uhr zu sehen. Und wer von der spontan entstandenen Göttingen Oper gehört hat, die beim Kultursommer-Gastspiel von Chin Meyer entstanden ist, kann sich hier die Arie anhören.

Finanzkabarettist Meyer hat damit sein finanzwitziges Programm „Reichmacher!“ beendet. Die Stichworte dafür hat der Berliner vom Publikum erhalten und dann Grone und Kakerlaken mit Improvisationstanz um den Sockel verbunden.

Eine Hörprobe gibt es hier:


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