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Kyles Tolone, Sidata und Irvina Gass im Göttinger Exil

Krachende Beats Kyles Tolone, Sidata und Irvina Gass im Göttinger Exil

Rock am Kaufpark und das Niedersachsen-Finale von „Local Heroes“ haben sie  gewonnen. Am Sonnabend, 7. November, werden sie beim Bundesfinale auftreten. Zuvor haben Kyles Tolone eine Release-Party zu ihrer neuen EP im Liveclub „Exil“ gegeben. Dazu hatten sie Sidata und Irvina Gass eingeladen.

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Auf der Welle des Erfolgs: die Göttinger Band Kyles Tolone.

Quelle: Heller

Göttingen. Eröffnet wird der Abend von der Göttinger Alternative-Rockband Sidata. Und die geben gleich das volle Brett.

Zur rauen Stimme des Sängers kommen messerscharfe Gitarren mit knüppelharter Schlagzeug- und Bassbegleitung. Der Frontmann liebt das Posing und erklimmt ein ums andere Mal die Monitorbox. Es wird in leicht düsterem Gewand gerockt, was die Instrumente hergeben. Nach dem marschierenden „Catch Fire“ geben sie den Stab weiter an Irvina Gass.

Das Quartett ist aus Nürnberg angereist. Ihre EP „Leda“ haben sie vor Monaten in Göttingen produziert. Getragen werden ihre poppig, progressiven Songs von der markant dunklen Stimme von Tifrea und den mit Hall unterlegten Synthie- und Gitarrenklängen zu trockenen, knackigen Rhythmen.

Dabei bauen sie eine fast durchweg tanzbare „Wall of Sound“ auf – klar, schneidend, rhythmisch. So legt die Band einen begeisternd, professionellen Auftritt irgendwo zwischen Post-Punk-Ära, Joy Division und Depeche Mode hin.

Zu nebulösen Klängen aus dem Off erklimmen dann Eric Pulverich, Gitarre und Gesang, Johann Giertz, Bass, Daniel Mau, Synthesizer, und Jan Fischer, Schlagzeug von Kyles Tolone die Bühne. Klare Gitarrenriffs, druckvolle Drum- und Bassbegleitung, dazu die heisere Stimme mit Wiedererkennungswert von Pulverich zu scharf gesetzten Breaks sind das Markenzeichen ihres Indie-Mainstream-Rocks.

Neu hinzugekommen sind sphärischen Synthie-Sounds. Sie können aber auch langsam. Nur zur akustischen Gitarre gibt es das sehr eindringliche „Demons“. Bei einigen Stücken erweist sich das Publikum als textsicher. Zum Ende lässt die Band es standesgemäß noch mal so richtig krachen. Für interessierte Fans haben sie zum Deutschlandfinale einen Bus gemietet.

Alle drei Bands begeisterten das Publikum mit ihren energiegeladenen Auftritten, und danach ging es direkt über in die After Show Party.

 Von Jörg Linnhoff

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