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„La La La“ und „The Glorious Animals“ im Pools Göttingen

Nordlicht statt Gewitter „La La La“ und „The Glorious Animals“ im Pools Göttingen

Nordlichter sind schillernd, bunt, geheimnisvoll, wecken Sehnsucht. Genauso lässt sich die Musik der skandinavischen Bands „La La La“ und „The Glorious Animals“ beschreiben, die am Freitagabend unter dem Motto „Nordlicht Klub“ im Pools aufgetreten sind.

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Mit spannenden Arrangements: die Band „La La La“ um Sängerin Karen Juhl.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Die dänische Formation „La La La“ zieht schnell Publikum in den kleinen Konzert-Keller hinein. Sängerin Karen Juhls Stimme spiegelt in den hohen Lagen nordische Kühle und gleichzeitig Gefühl à la Björk wider, in den tieferen Lagen transportiert sie britische Coolness im Stil von Kate Nash.

Es ist ansteckend, wie die Band sich ganz in ihrer Alternative-Pop-Musik und dem kleinen Kellerraum des Pools verliert.

Die familiäre Atmosphäre des Raumes in Verbindung mit spannenden Keyboard- und Gitarren-Arrangements scheint es zu sein, die die Songs von „La La La“ noch ein Stückchen mehr verzaubert und das Publikum bannt.

Weniger farbenfroh

Eben diese familiäre Atmosphäre lässt „The Glorious Animals“ zu Beginn ihres Konzerts im Anschluss an das dänische Quartett etwas hilflos erscheinen. „Das ist nicht so sehr unsere Bühne, wir hoffen, der Klang ist ok“, sind Sänger Erik Stenströms einleitende Worte. 

Weniger farbenfroh als „La La La“, musikalisch und modisch düsterer kommen die drei Schweden daher.

Dennoch oder gerade deswegen packen einen die Pop-Rock-Lieder mit elektronischen Beats direkt am Kragen. Besonders der Song „Up to you“ bringt die ganze Stimmgewalt Stenströms ungezähmt herüber und jagt dem Publikum Gefühls-Schauer über den Rücken.

Erstaunlich vollendet

Die Cover-Version des Stücks „I can’t make you love me“ von Bon Iver ist wohl das emotionalste Lied des Abends und erntet am Ende Jubel, als hätten sich die gut 30 Gäste verzehnfacht.

Die Zugabe ist ein Song „Unter dem Arbeitstitel ‚Uhuh‘“, so Bassist Peter Jansson. „Nein, es heißt ‚Uhuhuh‘“, korrigiert Stenström. So unausgereift der Titel, so erstaunlich vollendet erklingt das Finale des Trios. 

Nach insgesamt 90 Minuten endet das Doppelkonzert und die Besucher finden sich draußen in einem tosenden Gewitter wieder – so mancher hatte sich sicher ein paar kleine Nordlichter am Himmel erhofft.

Von Katharina Kilburger

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