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Lebensrealitäten auf der Leinwand

Zweites Göttinger Kurzfilm-Festival eröffnet Lebensrealitäten auf der Leinwand

Das zweite Göttinger Kurzfilm-Festival "Mach' mal halblang" ist eröffnet. 30 Kurzfilme werden am Freitag und Sonnabend im Lumière, im Deutschen Theater und im Hörsaal 011 im ZHG gezeigt. Das Festival, das vom Göttinger Filmnetzwerk veranstaltet wird, endet am Sonntag, 28. Februar.

 

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Die Preisträgerinnen Fee Strothmann (vordere Reihe, 2. v.l.) und Julia Wichmann (vordere Reihe, 3. v.l.) mit der Jury des Göttinger Filmpreises.

Quelle: Iben

Göttingen. Vor der Eröffnung kamen Besucher des Lumière schon in den Genuss von Produktionen, die Filmemacher aus der Region zum Thema "Heimat 2.0" eingereicht hatten. Drei Filme wurden im Anschluss mit dem Göttinger Filmpreis ausgezeichnet.Über den ersten Platz können sich Fee Strothmann und ihr Team freuen. Ihr Film "Ont est Ensemble" überzeugte die Jury "in seiner Gesamtheit – von den Darstellern über die Dramaturgie bis hin zum Schnitt", wie Jurymitglied Anna Fuhry begründete. Inhaltlich zeige der Film, der sich mit dem Zurechtfinden zweier aus Afrika stammender Männer in Deutschland beschäftigt, "die Zerrissenheit" zweier Menschen, die sich "weder in ihrem Heimatland, noch in dem neuen Lebensumfeld" so richtig heimisch fühlten.Das offene Ende biete dem Zuschauer zudem die Gelegenheit, eigene Interpretationen zuzulassen. Der Film überzeugte nicht nur die Jury des Göttinger Filmpreises, sondern auch die Dozenten der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Mit "Ont est Ensemble" bewarb sich Strothmann dort – und ist nun als Kamerastudentin eingeschrieben.Der zweite Platz ging an den Film "Iduna-Komplex" von Christin Schuchardt, Franziska Graf und Julia Wichmann. Der Film nimmt den Zuschauer mit ins Göttinger Iduna-Zentrum und gibt einen Einblick in den Alltag dort lebender Menschen. "Wir wollten Lebensrealitäten sichtbar machen", so Wichmann. Zudem gehe es darum, Vorurteile zu überprüfen und eine Inneneinsicht in das mit negativem Image behaftete Gebäude zu geben."Ansichten" ist der Titel des drittplatzierten Films, der sich mit dem Leben von Flüchtlingen in einer Sammelunterkunft in der Nähe von Kassel beschäftigt. "Uns gefiel die teils naive Radikalität des Film, die die teils prekäre Wohnsituation von Flüchtlingen zeigt", so Jurymitglied Torsten Näser.Im Anschluss an die Verleihung des Göttinger Filmpreises erfolgte die Eröffnung des zweiten Göttinger Kurzfilm-Festivals. Insgesamt 30 Kurzfilme aus dem deutschsprachigen Raum wurden in drei Blöcken gezeigt; am Sonnabend können Interessierte diese Filme noch einmal sehen. Restkarten sind an den Abendkassen des Deutschen Theaters und Lumière erhältlich; der Hörsaal 011 hat noch Kapazitäten für einen größeren Besucheransturm. Die Verleihung des mit 2000 Euro dotierten Preises "Göttinger Golden Shorts" für den besten Kurzfilm erfolgt am Sonntag im Lumière. 
www.goettinger-kurzfilmfestival.dewww.goettinger-filmnetzwerk.de.  Von Maren Iben

 

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