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Legende der Pop und Rockgeschichte

Konzert in der Stadthalle Legende der Pop und Rockgeschichte

Albert Hammond hat Welthits wie „It Never Rains In Southern California“ und „One moment in time“ geschrieben. Seine Vita verzeichnet mehr als 30 Chart-Hits und 360 Millionen verkaufte Platten. Auf Tour unterwegs, hat der Sänger und Songwriter jetzt das Publikum in der Göttinger Stadthalle begeistert.

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Enorm produktiv: der Songschreiber und Musiker Albert Hammond.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Großer Applaus brandet auf. Mit einem freundlichen Lachen startet Hammond auch gleich mit „Everything I want to do“ durch. Eine Titelzeile, die man wohl auch programmatisch verstehen kann. Und so mancher Zuschauer summt, singt und wippt auch gleich mit.

Nach fast 40 Jahren, die sich Hammond aus dem Rampenlicht zurückgezogen und auf das Songschreiben und die Arbeit als Produzent konzentriert hatte, ist er jetzt auf der Bühne zurück. Wie produktiv der gebürtige Engländer in den vergangenen Jahrzehnten war, und wie viele Hits, die er für andere Künstler geschrieben hat, von ihm stammen, wird klar, als er durch sein „Songbook“ blättert, das von den 60er-Jahre durch die folgenden Jahrzehnte führt. Er wolle damit neben den Interpreten auch seine Co-Songschreiber würdigen, erklärt der Musiker.

Seine eigenen Lieder von „Down by the River“, über „It never Rains in Southern California“ bis „New York City Here I come“ sind bekannt. Weniger bekannt, dafür umso beeindruckender ist die Liste der Künstler, für die Hammond Songs schrieb. Sie reicht von Johnny Cash, Joe Cocker und Tom Jones bis Ace of Base, Neil Diamond, Diana Ross und Duffy. Aus Hammonds Feder stammen Welthits wie „One Moment in Time“ (Whitney Houston), „99 Miles from LA“ (Art Garfunkel), „I don’t wanna lose you“ (Tina Turner), „Nothing’s Gonna stop us now“ (Starship), „When I need you“ (Leo Sayer) und „The Air that I breathe“ (The Hollies).

Der 71-Jährige erzählt und singt, und man wähnt sich mitten in der Rock- und Popgeschichte der vergangenen Jahrzehnte. Mit Tina Turner habe er „few songs“, einige Lieder geschrieben. Vom Chili con Carne, das Johnny Cash für ihn gemacht hat, erzählt er. Von dem Song „To All the Girls I’ve loved before“, an den er fest glaubte und der elf Jahre später mit Willie Nelson und Julio Iglesias doch noch zum Hit wurde. Und von seinem Co-Songschreiber, „Freund und Mentor“ Hal David, der einst mit Burt Bacharach (unter anderem den oscarprämierten Song „Raindrops keep falling“) geschrieben hat.

Mit seiner Akustikgitarre und begleitet von seiner vierköpfigen Band interpretiert Hammond die Songs so, wie er sie geschrieben hat. Ein guter Sänger und herausragender Songschreiber präsentiert humorvoll und mit beachtlicher Kondition tolle und abwechslungsreich arrangierte Melodien, die keine große Show brauchen, um die geschätzt 700 Zuschauer zu begeistern und zum Schwelgen zu bringen.

So wie Hammond sein Publikum mit auf seine musikalische Reise nimmt, gibt er sich auch nahbar. Quer durch den Saal unterwegs, begrüßt er zahlreiche Zuschauer per Handschlag. Eine Musikerlegende zum Anfassen und ein zweistündiges „Songbook“, gefüllt mit Musikgeschichte.

 Von Karola Hoffmann

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