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Leidenschaft zweier starker Frauen

Canto y Danza Leidenschaft zweier starker Frauen

Die Sängerin Tatiana Miranda und die Tänzerin Ligia Luna wohnen in verschiedenen Teilen der Erde. Miranda lebt in Berlin, wo sie sich mit Auftritten als Sängerin über Wasser hält, Luna in Nicaragua, wo sie eine Tanzschule leitet. Trotzdem verbindet die beiden die Geschichte ihres Heimatlandes Nicaragua.

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Getrennt vereint: Miranda (links) und Ligia Luna.

Quelle: Leonifilm

Während der sandinistischen Revolution wurden beide ins sozialistische Ausland geschickt, um dort zu studieren und hinterher den kulturellen Aufbau Nicaraguas zu unterstützen. Beide studierten in Kiew und Ost-Berlin. Über das Leben der Künstlerinnen hat die Regisseurin Hannah Leonie Prinzler einen Dokumentarfilm gedreht, der am Sonnabend, 9. Mai, um 20 Uhr im Lumière in Göttingen, Geismarlandstraße 19, im Rahmen des Filmfestivals „Cine Latino“ vorgeführt wird. Sie zeigt dabei zwei starke Frauen, die nach dem Zusammenbruch der Revolution versuchen, ihren Weg unbeirrt weiter zu gehen und ihre Leidenschaft weiter zu leben. Doch mit dem Scheitern der Revolution blieb auch die staatliche Förderung aus.

Der melancholisch gehaltene Film wurde in Deutschland und Nicaragua gedreht und erzählt, mit was für Schwierigkeiten die beiden Protagonistinnen zu kämpfen hatten. In Interviews und aus Archivmaterial erfährt der Zuschauer welchen Einfluss die gescheiterte Revolution auf sie gehabt hat.

Mit der Revolution verknüpft

So erzählt Luna, dass sie ohne den Aufenthalt in einer anderen Kultur jetzt nicht mehr in Nicaragua leben würde, da nach ihrer Rückkehr alles so verändert gewesen wäre.  Das Schicksal der beiden ist stark mit dem der Revolution verknüpft. Dabei schimmert immer wieder die Sehnsucht nach einer Heimat durch, wie sie die Protagonistinnen gerne gehabt hätten, die aber nicht existiert. 

 In teilweise träumerisch wirkenden Bildern, die sowohl Alltag als auch ihre Arbeit zeigen, erfährt das Publikum die Gedanken und Vorlieben, aber auch die Sorgen und Ängste der Frauen und wie sie zu ihrem Heimatland stehen. Am Sonnabend ist Regisseurin Prinzler im Lumière anwesend und steht für Publikumsfragen bereit.

Von Jascha Grewe

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