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Liedermacher Götz Widmann zu Gast in der Tangente

Spaß mit Eduard Liedermacher Götz Widmann zu Gast in der Tangente

49 Jahre alt ist Götz Widmann inzwischen. Mindestens 30 mal sei er schon in Göttingen aufgetreten, erzählt er am Mittwochabend am Ende seines sehr gut besuchten Auftritts in der Discothek Tangente in der Goetheallee.

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Der Inbegriff des Liedermachers: Götz Widmann tritt ein für die Legalisierung von Haschisch und das Recht auf Arbeitslosigkeit.

Quelle: EF

Göttingen. Die Konzerte des Liedermachers – Widmann ist der Inbegriff des Liedermachers, ein Urgestein – organisierte Klaus Wißmann vor einigen Jahren noch im Café Kreuzberg, inzwischen als Verein „Kreuzberg on Kultour“ eben an anderen Orten in der Region. Widmanns Themen haben sich über die Jahre kaum gewandelt.

Noch immer plädiert er in seinen Liedern für ein Recht auf Arbeitslosigkeit und die Legalisierung von Haschisch. Und weil er dafür eigentlich in einem eher fortgeschrittenen Alter ist, hat er junge Liedermacher dabei, die den Solisten bisweilen in unterschiedlichen Besetzungen begleiten und kleine  eigene Parts spielen dürfen. Und das ist tatsächlich ausgesprochen erfrischend.

Da ist beispielsweise Falk aus Berlin, „bei aller Bosheit ein herzensguter Mensch“, sagt Widmann. Der überzeugt das Publikum mit klugen und witzigen Texten und darf mittendrin eine Zugabe geben. Marian Meyer aus Braunschweig geht das Ganze etwas rockiger mit viel Drive an.

Den größten Anteil am Gelingen des Abends hat aber das Kölner Trio Billy Rückwärts. „Meine Lieblingsband“, sagt Widmann. Und als die drei spielen, ist klar, warum. Mit viel Kreativität und Spielfreude bringen sie mit Keyboard, Bass und Geige und hin und wieder einer Gitarre Schwung in den Abend. Alle drei singen so überzeugend wie sie texten.

„Eduard der Haschischhund“

Und Widmann? Er präsentiert einen sehr lockeren Mix aus Liedern seines jüngsten Albums „Krieg und Frieden“ und alten Hits. Das erste Lied seines ersten Albums „Tach, Herr Chef“ steht beispielsweise auf der Setliste, „ein Lied aus dem Zyklus ,Senken der Arbeitsmoral‘, erläutert der Liedermacher, der auch empfiehlt, gleich am Abend schon zu entscheiden, am nächsten Tag nicht zur Arbeit zu gehen, und nicht erst am nächsten Morgen. „Dann ist der Abend schöner.“

Immer wieder rufen Gäste aus dem Publikum nach „Eduard“. Gegen Ende des Konzertes werden die Rufe fordernder. Die eingefleischten Fans wollen ihr Lied, das sie dann auch textsicher mitsingen: „Eduard der Haschischhund“. Mit viel Beifall geht dann ein entspannter und sehr unterhaltsamer Abend zu Ende.

Viele Besucher mühen sich langsam wieder in die Senkrechte, nachdem sie den Abend sitzend auf der Tanzfläche verbracht haben. Widmann steigt von der Bühne, an den Füßen noch immer Crocs, weiße Plastikschuhe. Eine echte Herausforderung für jemanden mit dynamischer Performance.

Zwei der drei Widmann-Begleitacts kommen im nächsten Jahr für Konzerte im Blue Note, Wilhelmsplatz 3, zurück nach Göttingen. Falk gastiert am Dienstag, 3. Februar, Billy Rückwärts am Dienstag, 10. Februar.
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