Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Lindepreis für Scherer und Chwin

Auszeichnung der Partnerstädte Göttingen und Thorn Lindepreis für Scherer und Chwin

Der Samuel-Bogumil-Linde-Preis, den die Partnerstädte Thron und Göttingen gemeinsam vergeben, geht in diesem Jahr an die deutsche Schriftstellerin und Journalistin Marie-Luise Scherer und an den polnischen Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Stefan Chwin. Die Auszeichnung, die wechselweise in einer der Partnerstädte vergeben wird, ist in diesem Jahr in Thorn geplant und für Sonntag, 28. Juni, angesetzt.

Voriger Artikel
Auszeichnung der Partnerstädte Göttingen und Thorn wird 2015 in Polen verliehen
Nächster Artikel
Künstlerin Andrea Damp stellt in Galerie Ahlers in Göttingen aus

Zwei Autoren, zwei Ehrungen: Marie-Luise Scherer und Stefan Chwin.

Quelle: EF

Göttingen. Scherer, geboren 1938 in Saarbrücken, begann ihre journalistische Karriere beim Kölner Stadtanzeiger. Bevor sie ab 1974 über 20 Jahre für den Spiegel tätig war, schrieb sie unter anderem für die Berliner Morgenpost und Die Zeit. Im Spiegel wurden auch ihre ersten literarischen Texte veröffentlicht, für die ein präzise recherchierter Hintergrund und eine Sprache, die fernab jeder journalistischen Schnelligkeit liegt, charakteristisch sind.

 
Scherer wurde bereits mehrfach geehrte. Ihre Werke wurden unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis (1970), dem Egon-Erwin-Kirsch-Preis (1977, 1979), dem Siebenpfeiffer-Preis (1989), dem Ludwig-Börne-Preis (1994), dem Italo-Svevo-Preis (2008), dem Heinrich-Mann-Preis (2011) und dem Kunstpreis des Saarlandes (2012) ausgezeichnet.

 
Chwin, geboren 1949 in Danzig, Polen, studierte in seiner Heimatstadt Literaturwissenschaften und lebt dort bis heute als freier Schriftsteller. Wie auch Pawell Huelle gilt er als poetischer Chronist der deutsch-polnischen Geschichte. Sein Roman „Tod in Danzig“ wurde in seinem Heimatland Polen zum Buch des Jahres gekürt und erhielt 1999 den Andreas-Gryphius-Preis, nicht zuletzt wegen der verblüffenden Exaktheit, mit der Chwin die Realität im Vorkriegsdanzig rekonstruiert.
Vor 20 Jahren riefen die Städte den Preis, der nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumil Linde (1771-1847) benannt ist, ins Leben. Er ist mit 5000 Euro dotiert. EF

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff