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Literarisches Zentrum Göttingen: Herbstprogramm mit Ralf Rothmann und Judith Holofernes

Von vergnüglich bis erschütternd Literarisches Zentrum Göttingen: Herbstprogramm mit Ralf Rothmann und Judith Holofernes

Das Literarische Zentrum hat sein Programm für Herbst/Winter 2015 vorgelegt. 18 Lesungen umfasst das Hauptprogramm, zehn das des Projektes Literatur macht Schule. Unter den Autoren sind Ralf Rothmann, Vladimir Sorokin, Judith Holofernes, Miranda July und Ulrich Peltzer.

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Judith Holofernes

Quelle: dpa

Göttingen. Einen angenehmen Mix aus amüsanten und ernsten Veranstaltungen verspricht Zentrums -Leiterin Anja Johannson.  „Vergnüglich“ werde sicher der Start: am 7. September diskutieren Ina Hartwig und Rainer Moritz über missratene und gelungene Sexszenen in der Literatur. Gelesen und diskutiert wird „zwischen lauter schönen Nackten“ im Parthenonsaal der Sammlung der Gipsabgüsse der Universität.

Ein Autor dessen neustes Buch momentan ein „Rauschen“ im Feuilleton erzeugt ist am 9. September zu Gast: Ralf Rothmann. Sein Buch „Im Frühling sterben“ widmet sich den Männern, die sehr jung in den Zweiten Weltkrieg mussten, ihren Erfahrungen und ihrer Sprachlosigkeit.

Mit Vladimir Sorokin kommt am 22. Oktober einer der wichtigsten russischen Gegenwartsautoren. Er stellt im Gespräch mit dem Slavisten Thomas Grob sein neustes Buch „Telluria“ vor. In fünfzig verschiedenen Texten entwirft Sorokin eine zukünftige Welt, die sich nach zahlreichen Religionskriegen, Aufständen und Revolutionen in Kleinstaaten aufgeteilt hat.

Judith Holofernes (Wir sind Helden) ist am 4. November in der Reihe Liederabend zu Gast  – und damit erstmals eine Musikerin, die schreibt und nicht ein Autor, der sich mit Musikern oder Musik auskennt. Sie liest aus ihrem Band mit Tiergedichten „Rüssel an Schwanz“. Es sei aber auch „geplant, dass sie ihre Gitarre mitbringt“, so Johannson, „und den einen oder anderen Song singt.“

Dass am 15. November die Amerikanerin Miranda July im Zentrum sein wird, sei eine kleine Sensation. July macht seit vielen Jahren als Performance-Künstlerin, Sängerin und Regisseurin auf sich aufmerksam. An diesem Abend stellt sie ihren Debütroman „Der erste fiese Kerl“ vor.

Mit Ulrich Peltzer kommt am 26. November  „ein hochpolitischer Geist“. Lange hat das Publikum auf seinen neuen Roman gewartet, nach acht Jahren legt er ihn mit „Das bessere Leben“  vor. Peltzer will die Gegenwart durchdringen, unsere hochkapitalistische Welt verstehen. Sein Buch spielt in der Finanzszene, Hauptpersonen sind ein Sales-Manager und ein Risiko-Berater.

Gesa Husemann, verantwortlich für das Programm Literatur macht Schule, freut sich unter anderem besonders auf die Autorinnen Lamya Kaddor und Luise Rist. Die Islamwissenschaftlerin Kaddor liest am 21. September, aus „Zum Töten bereit“. Sie schreibt über Dschihadismus und Islam. Rist stellt am 13. Oktober ihre Geschichte „Rosenwinkel“ über die Freundschaft zwischen der jungen Abiturientin Frida und dem Roma-Mädchen Anita vor.

Vollständiges Programm unter literarisches-zentrum-goettingen.de

Von Christiane Böhm

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