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„Loafing Heroes“ stellt neues Album vor

Ruhiger Gesang mit sanften Gitarrenklängen „Loafing Heroes“ stellt neues Album vor

Der Konzertraum im Apex ist abgedunkelt, ein warmes Licht umhüllt die vier Musiker der Indie-Folkband „Loafing Heroes“ aus Berlin. Sie beginnen mit einem langsamen Song, in dem sich sanfte gezupfte Gitarrenklänge mit den tiefen, jazzig angehauchten Tönen der Bassklarinette paaren und von dezenten Percussioneinlagen ergänzt werden. Die Stimme von Sänger Bartolo Rain besticht durch eine ruhige Klarheit.

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Better-World-Music: „Loafing Heroes“ mit Juicy J. Juicy, Noni, Bartolo Rain und Jaime (von links).

Quelle: Hinzmann

Neben vielen besinnlichen Liedern haben Loafing Heroes aber auch schnellere Songs im Repertoire ihrer neuen Platte „Chula“, die sie an diesem Abend vorstellen. „Chula“ sei der Name des Hundes einer Freundin aus Spanien, erklärt Bartolo, und bedeute so viel wie „hübsch“. Die Musik des neuen Albums sei eine Art „Better-World-Music“ und von dem Folk der 60er und 70er Jahre geprägt.
Die Texte erzählen von den Erlebnissen auf den vielen Reisen des ursprünglich aus Irland stammenden Sängers. Aber nicht nur von ihm, sondern auch von den anderen Bandmitgliedern sind einige der Songs. Manche Stücke entstehen auch spontan beim Zusammensitzen in Bartolos Küche in der Duncker Straße in Berlin. Die Inspiration für „Chula“ fanden sie vor allem in den Eindrücken ihrer Tour durch Spanien und Portugal im Jahr 2009.

Der Bandname „Loafing Heroes“ ist eine Anlehnung an die alten Folkhelden und Tagstreicher. Das alte englische Wort „Loafing” bedeutet so viel wie „bummelnd” oder „faulenzend“, aber auf eine kreative Art und Weise. So heißt es in einem ihrer neuen Songs „The Loafers“: „We drink, we smoke, we think, we joke, we wink, we loaf“.

Im Jahr 2007 kam Bartolo Rain nach Deutschland, um in Berlin Philosophie zu lehren. Hier traf er auf die Klarinettistin Jaime, die ursprünglich aus Nebraska kommt, und den Gitarristen Juicy J. Juicy. Zusammen arbeiteten sie an dem Album „Unterwegs“, das 2009 erschien. 2008 stieß der Ire Noni mit seinen verschiedenen Percussioninstrumenten – Xylofon, Conga-Trommel, Rasseln – hinzu und gibt dem neuen Album „Chula“ eine besondere Note.

Einer der Gipfelpunkte des Auftritts im Apex war aber wohl der musikalische Vortrag des „Love Song of J. Alfred Prufrock“ des amerikanischen Poeten T. S. Eliot, den sie hier zum zweiten Mal live spielten. Bartolo sitzt dabei auf einem Stuhl und erzählt – mal sanft und leise, dann lauter und eindringlich –, begleitet von den Klängen der Akustikgitarre und der tiefen Bassklarinette. Eine beeindruckende Performance, die die Zuhörer nachhaltig fesselt.

Von Noreen Hirschfeld

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