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Los Fuegos im Göttinger Stilbrvch

Lodernde Flammen der Musik Los Fuegos im Göttinger Stilbrvch

Im Stilbrvch präsen­tierte die Band „Los Fuegos“ am Sonnabend bei einem Benefiz­konzert leichten Latino-Rock. Die Erlöse kommen einem Projekt zur Unterstützung der indigenen Bevölkerung Mexikos zu Gute.

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Die Los Fuegos im Stilbruch in Göttingen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Der Verein von Mexikanern in Göttingen bietet Unter­stützung für jene, die frisch ankommen in Deutschland. Die Vereini­gung hilft bei An­kunft und Integration, die Mitglieder wollen die freundschaftliche Beziehung zwischen Deutschland und ihrem Herkunftsstaat pflegen.

So unter­stützen sie neben vielen weiteren Aktionen mit den Erlösen des Konzertes am Sonnabend das Projekt „SaLuTi“. Zusammen mit ihrem Partner Agroecol initi­iert der Verein seit 2014 Maß­nahmen, die der indigenen Be­völkerung in einer Bergregion Mexikos helfen.

So hat man am Sonnabend das Gefühl, das gesamte Stilbrvch spräche Spanisch. Neben der Un­terstützung der Organisation ist das Publikum natürlich für „Los Fuegos“ gekommen. Die fünf­köpfige Band besteht aus däni­schen, kolumbianischen und me­xikanischen Mitgliedern.

Diese Mischung bauen sie in ihre Musik ein. In Göttingen präsen­tierten sie ein Repertoire aus ei­gens komponierten und gecover­ten Liedern, überwiegend. in spanischer Sprache. Ihre selbst­geschriebenen Texte halten die Musiker in einem Rahmen, der auch Spanisch-Anfängern die Möglichkeit gibt mitzusingen. Da geht es natürlich um die Le­benslust, Frauen und die Liebe.

Rhythmen und Melodien der Band beweisen ähnliches. Be­sonders viel intellektueller Tief­gang ist in ihrer Musik nicht un­bedingt zu spüren, dafür aber eine Leichtigkeit, die die Menge zum Tanzen und Mitsingen bringt. Titel wie „Esa Mujer“ und „Vivir la Vida“ verkörpern die Liebessehnsucht und das Feuer Lateinamerikas. Mit Klas­sikern wie „La camisa negra“ knüpfen die Musiker daran an.

E-Gitarren geben den klassi­schen Klängen eine modernes multi-musikalische Erscheinung, die mitunter an die Musik der Erfolgsband Marquess erinnert und im Ohr bleibt. Mit dem Ruf nach „Antonio“, einem der Orga­nisatoren der Veranstaltung, fin­den sich Bongos und damit ein karibisches Gefühl in die Musik ein. Die Akkordeon-Spielerin der Band fehlt krankheitsbedingt an diesem Abend, aber die Stim­mung bleibt trotzdem konstant gut.

„Los Fuegos“ bringen ein leicht loderndes Feuer nach Göttingen. Kein Feuerwerk, wie man es noch nie gesehen hat, aber die Band le­gt mit schnellen Melodien und eingängigen Rhythmen kontinu­ierlich Scheite in die Glut, damit die Flammen an diesem Abend im Stilbruch nicht erlöschen.

Von Leslie Wathsack

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