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Ein Hauch von Prince

Lucas Newman & Band im Apex Ein Hauch von Prince

Er wollte Opernsänger werden, hat sich dann aber für Popmusik entschieden. Seitdem wandelt Lucas Newman mit einer Mischung aus R'n'B und Pop auf gar nicht so leisen Spuren von Künstlern wie Justin Timberlake, Ed Sheeran oder Prince. Im Göttinger Apex hat er nun seine EP "Heart Sized Hole" vorgestellt.

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Musiker und Sänger mit großen Möglichkeiten: Lucas Newmann im Apex Göttingen.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Der Sänger, Pianist und Songwriter Newman ist am Chiemsee aufgewachsen. Dort spiele fast Jeder ein Instrument, wie er in einem ausgiebigen Gespräch nach dem Konzert erzählt. Früh sei er durch sein musikalisches Elternhaus inspiriert worden, lernt Geige, wechselt später zum Klavier und beschließt Opernsänger zu werden. Später reift jedoch der Entschluss, etwas Eigenständiges machen zu wollen. Newman beginnt ein Studium in Popgesang mit dem Nebenfach Klavier, an der Hochschule in Osnabrück. Vorbilder seien dabei Künstler wie Ed Sheeran oder Justin Timberlake gewesen, sagt Newman, aber eigentlich habe er sich vorweg wenig mit dem Pop-Genre beschäftigt.

Im noch laufenden Studium lernt Newman auch seine zukünftigen Bandmitglieder kennen. Mit Hilfe von Florian Kemper (Gitarre) Henning Oppermann (Bass), Raphael Bispinghoff (Keyboards), Jonas Stadelmaier (Perkussion) und Sebastian Rieß (Drums) setzt er seine Songs in großen Bandarrangements auf der Bühne um. Newman komponiert und bringt die fertigen Songs nur zur Klavierbegleitung mit in den Übungsraum. Dort feilen sie dann gemeinsam an dem musikalischen Feinschliff.

Nach einem geräuschvollen Intro vom Rechner beginnen sie mit „Fire“, dem ersten Song, den Newman je geschrieben hat, ihren Set. Als groovig krachender Rock-Song kommt „The way it goes“ daher und ihre erste Single „Escape“ spielen sie live in einer speziellen Variante. Zu „Yesterday“ von den Beatles und „Crown“ begleitet sich Newman solo am Piano und beweist seine bemerkenswerten Fähigkeiten auch auf diesem Instrument.

Newmans Stimme zeigt eine große Spannbreite. Er croont, scattet, rappt, mal hoch, mal tief und hat dabei auch mächtig viel Soul. Ein Hauch des gerade gestorbenen Prince weht durch den Raum. Die vertrackten Songs weisen eine beachtliche Reife und Eigenständigkeit auf und werden von der Band mit viel Kraft, Rhythmus und großer Emotion umgesetzt. Das Zusammenspiel ist geschliffen auf den Punkt gesetzt. Ihr großes Spektrum an druckvollen Klängen und lebendigen Grooves bereichern sie immer wieder mit kleinen solistischen Einlagen. Zum Ende eines fulminanten Konzerts verneigt sich Newman unter großem Applaus des Publikums vor seiner eigenen Band.

Von Jörg Linnhoff

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