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„Ich fühl mich wohl hier“

Lutz Gebhard über Handys, Klöße und Vorbilder „Ich fühl mich wohl hier“

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

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Und ihre Hobbies, Herr Gebhard?

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Seit 24 Jahren spielt Lutz Gebhardt am Deutschen Theater in Göttingen. „Ich fühle mich wohl hier“, sagt er. Von Anfang an war das in Göttingen so. Ja, er hat sich auch mal woanders beworben, aber eher halbherzig. Und jetzt will er auch nicht mehr weg.

Handy?

Quelle: Heller

Gebhardt hat zunächst Schlosser gelernt, und als „Entstandhaltungsmechaniker“ gearbeitet, bis er sich entschlossen hat, sich bei der Theaterhochschule in Leipzig zu bewerben. Eine große Fete, so erzählt er, war am Abend vorher. Noch ganz beschwingt, sei er da recht forsch angetreten. Aber es hat geklappt und über Stationen unter anderem in Kassel kam er dann zur Spielzeit 1992/ 1993 nach Göttingen.

Auf dem Sofa?

Quelle: Heller

Er hat im Sommernachstraum gespielt, im Jedermann, hat den Hautmann von Köpenick gebgeben. In dieser Spielzeit ist er unter anderem in „Mein Kampf“ zu sehen. Gibt es noch Traumrollen nach so langer Zeit auf der Bühne? Die Rollen seien ihm nie so wichtig gewesen, eher die Regisseure, sagt Gebhardt. Er spiele eigentlich lieber Dramen als Komödien. Ein Zwischenweg dieser Genres könne die „Zuschauer verführen zur Wahrheit“.

Kochen?

Quelle: Heller

Vorbilder? Armin Müller-Stahl, den findet er schon toll. Oder Rolf Hoppe, wie der in dem Film Mephisto mit Klaus Maria Brandauer den Nazigeneral spielt: „Wahnsinn, da zieh ich den Hut vor. Diese freundliche Gefahr!“

Text lernen gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. „Die Anfangszeit bei einem Stück ist die schlimmste“, so Gebhardt. „Da hab ich schlechte Laune, wenn ich zum Spiel gehe. Aber dann wird es schön.“ Trotzdem ist er vor jeder Premiere nervös, besser ist das in den vielen Jahren nicht geworden. Im Gegenteil: „Es wird immer schlimmer“.

Wenn er nicht im Theater ist, liegt Gebhardt gern mal auf dem Sofa. Er kocht aber auch. Deftig darf es sein. Klöße gehen prima. „Ich probier aber alles aus“ sagt der Schauspieler. Auch vor Wachteleiern macht er nicht Halt.

Andere Hobbies? Ein bischen grübelt er. „Ich hab mal Handys gesammelt“. Aber nicht die modernen Smartphones. „Die sind nicht interessant.“ Die alten müssen es ein. Die man noch aufschrauben kann. 80 Stück sind es mal gewesen.

Steckbrief:

Name: Lutz Gebhardt
Geboren: ... in Nordhausen
Ausbildung:  Schauspiel-Studium an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig.
Status: forsch

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