Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
"Luzy" im Nörgelbuff

Konzert "Luzy" im Nörgelbuff

Sie benötigt nur ihre klare helle Stimme und ihre Gitarre, um beim Publikum eine andächtig Stimmung zu erzielen. Die Sängerin und Gitarristin Luzy war ein Jahr als Schulhelferin in Norwegen. Ihre Erlebnisse und Eindrücke dort hat sie, in neue Lieder verpackt, im Nörgelbuff vorgestellt.

Voriger Artikel
Scheitern am Scheitern am Scheitern
Nächster Artikel
Eine Untote im Hospiz

Lucy benötigt nur ihre klare helle Stimme und ihre Gitarre, um beim Publikum eine andächtig Stimmung zu erzielen.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Mit bürgerlichem Namen heißt die Musikerin Maria Luciana Kruse, stammt aus Waren an der Müritz und hat in Cottbus Abitur gemacht. Ihre musikalischen Wurzeln wurden früh gefördert. Schon mit fünf Jahren begann sie eine Klavierausbildung am Konservatorium. Vor fünf Jahren hat sie angefangen Gitarre zu spielen, vor zweieinhalb Jahren kamen Gesangsunterricht und das Songwriting dazu.

Ihr erstes großes Konzert im ausverkauften Nörgelbuff scheint ein Heimspiel zu sein. Vor Beginn ihres Auftritts umarmt Luzy viele Besucher. Sie hat in Göttingen ein Studium angefangen und im Theater im OP für das Astrid-Lindgren-Stück „Die Brüder Löwenherz“ Gitarre gespielt.

Viele neue Lieder sind während ihres Aufenthalts in Norwegen entstanden. In „Rockstar Joe“ besingt sie kraftvoll und mit einer schönen Parodie einen der beiden Musiklehrer an der Schule. Der spiele in einer Rockband und sei morgens nach den Auftritten immer müde und mit Sonnenbrille zur Schule gekommen, erklärt Luzy. „A quote by Marcel ­Proust“ behandelt Aussagen des gleichnamigen französischen Dichters zum Thema „Träumen“. Und das Weglaufen vor den eigenen Gefühlen thematisiert sie in „Tough Cookie“. Bei einem Besuch in Chicago hatte sie das unbedingte Bedürfnis, von einem der Hochhäuser die grandiose Aussicht zu genießen, nach 9/11 ein schwieriges Unterfangen. In „Skyscrapers“ geht es um das Nicht-wissen, was man wirklich will.

Zu „Life’s Golden Side“ bekommt sie Unterstützung von Melina Jander am Cello. In „Girls United“ kommen sich zwei wütende, auf unterschiedliche Weise betrogene Ehefrauen näher. Eine ganz andere Facette mit Tiefgang gewinnt sie ihrer getragenen Version von Alphavilles Hit „Big in Japan“ ab.

Zum Ende schließt sich der Kreis wenn Lucy mit einem Abschiedslied nach Norwegen zurückkehrt. „Song for Lundheim“ hat Luzy ihrer Schule in Norwegen gewidmet. Ein sehr beeindruckender Auftritt wird zu Recht mit langem Applaus bedacht.

Von Jörg Linnhoff

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff