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Schröters Gespür für Farbe

Malerei in der Torhaus-Galerie Schröters Gespür für Farbe

„Keine Macht dem Schicksal“ – so heißt eine Ausstellung, die derzeit in der Torhaus-Galerie läuft. Bis zum 29. Juni wird eine Auswahl an Öl-Acryl-Malereien des in Ballenhausen lebenden Künstlers Dietmar Robert Schröter gezeigt.

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Sehr produktiv: der Maler Dietmar Robert Schröter.      

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Das Bild ist von monumentalem Format, das Farbspektrum vor allem in Grau und Braun gehalten. Ein Moment des Verweilens lässt allmählich Details entdecken, erkennen und Form annehmen. Eine Landschaft, durchaus düster, vielleicht winterlich. Ein Steg, ein Hügel, ein Haus. Und im Vordergrund ein Boot auf einer Wasserfläche oder inmitten einer Schnee- und Eislandschaft? Fantasie und Assoziationen sind von der Leine gelassen.

„Mai“ heißt ein anderes Bild, das im Kontrast dazu ein wahrlich frisches und knackiges Frühlingsgrün und warme Gelbtöne zum Leuchten bringt. „Agitator“ ist der Titel einer weiteren Arbeit auf der ein rotes Ungetüm einiges Unbehagen weckt. Die Farbkompositionen sind auffallend sensibel und die Bildoberflächen mit ihren raffinierten und pastosen Farbstrukturen von großem haptischen Reiz.

Nach Ausstellungen in Duderstadt und Emden ist die aktuelle Schau bereits die dritte seit Mitte März. Und bis auf wenige Arbeiten sind aktuell fast nur Bilder zu sehen, die erst in diesem Jahr entstanden sind, manche sogar erst vor wenigen Tagen. Im März 80 Jahre alt geworden, ist Schröter ein Künstler von bemerkenswerter Schaffenskraft. „Ich male schon seit 70 Jahren“, sagt der Ballenhäuser und relativiert gleich in angenehm sympathischer Offenheit und Zurückgenommenheit, „also seit meiner Kindheit“.

Zur Person

1936 am Fuße des Riesengebirges geboren, hat Schröter ein Studium der Bildenden Kunst in Göttingen, Hannover und an der HfbK Braunschweig absolviert. Bis 1988 lehrte er an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen. Neben der gezeigten Öl-Acryl-Malerei arbeitet er auch in Aquarell, mit Fotografien und Collagen.

„Die Bilder sind abstrakt, abstrahierend, wecken gleichzeitig aber Assoziationen an Gegenständliches – Landschaften, Panoramen, Gestalten“, erläuterte Verena Suchy vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Georgia Augusta in ihrer Einführung in die Schau. Schröters Werk zeichne sich durch seine Breite und Diversität aus.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung in der Torhaus-Galerie am Stadtfriedhof in Göttingen, Kasseler Landstraße 1, ist freitags bis sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Konzert „Lazy Sunday Afternoon“ mit den New Orleans Syncopators ist für Sonntag, 19. Juni, um 15 Uhr geplant.

Dabei spiegele der Schaffensprozess den zentralen Aspekt in Schröters Werk wider: „Das Verhältnis von – wenn man so will: Schicksal – und bewusster Steuerung“, so Suchy. Die Bilder wirkten intuitiv, als seien sie aus den Tiefen des künstlerischen Unterbewusstseins direkt und unwillkürlich auf die Leinwand geflossen. „Als wären sie im Furor entstanden.“

Doch das Narrativ des impulsiven, spontanen Künstlers falle in sich zusammen. Vielmehr komponiere Schröter seine Bilder „mit überaus großem Gespür für Komposition, Farbe und Oberfläche“. Dieser bewusst gesteuerte Kompositionsprozess werde in den Arbeiten selbst erfahrbar.

1936 am Fuße des Riesengebirges geboren, hat Schröter ein Studium der Bildenden Kunst in Göttingen, Hannover und an der HfbK Braunschweig absolviert. Bis 1988 lehrte er an der Pädagogischen Hochschule in Göttingen. Neben der gezeigten Öl-Acryl-Malerei arbeitet er auch in Aquarell, mit Fotografien und Collagen.

Von Karola Hoffmann

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