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Malerei von Katharina Ismer

Ausstellung im Künstlerhaus Göttingen Malerei von Katharina Ismer

„Flora“ lautet der Titel der Ausstellung mit Malerei von Katharina Ismer, die am Sonntag im Künstlerhaus in Göttingen eröffnet wurde. Die Malereien und Zeichnungen der Berliner Künstlerin sind noch bis zum 1. Mai in der Oberen Galerie zu sehen.

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2004 wurde Katharina Ismer zur Meisterschülerin an der Universität der Künste in Berlin ernannt.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Bäume recken ihre kahlen Äste himmelwärts. Nur schemenhaft sind sie hinter Farbflächen auszumachen, die amorph, mal in geraden Linien, mal in weichen Formen in ein Wechselspiel zueinander treten und sich zu einer abstrakten Landschaft fügen. Figuration und Abstraktion verschmelzen. Die Wirklichkeit bleibt in der Schwebe. Die Flächen scheinen aufzureißen, tiefer liegende Ebenen und Dimensionen freizugeben. Ineinander verschachtelte Räume eröffnen sich.

Weitere Termine:

Bis Sonntag, 1. Mai, dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, an den Wochenenden von 11 bis 16 Uhr im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1. Eine interaktive Führung mit Georg Hoppenstedt gibt es am Sonnabend, 23. April, um 14 Uhr.

Bild um Bild sind neue Dimensionen und Räume zu entdecken. Das Gegenspiel der Farben lässt den Betrachter schwelgen in deren Ästhetik und Präsenz, in ihrer Sattheit, Zartheit und Komposition.

Äste, Baumstämme, Elemente aus der Natur sind auf den groß- und kleinformatigen Arbeiten zu sehen, die meist mit Öl, Acryl und Tusche auf Leinwand gefertigt sind. „Aber Katharina Ismers Bilder gehen weit über die Naturdarstellung und das Abbildhafte hinaus. Sie fordern uns zu einer persönlichen Auseinandersetzung heraus und rufen eigene Empfindungen in uns auf“, sagt Georg Hoppenstedt in der Begrüßung der etwa 50 Besucher der Ausstellungseröffnung.

1973 in Diepholz geboren, ging Ismer zum Studium der Malerei an die Universität der Künste in Berlin. 2004 wurde sie zur Meisterschülerin von Henning Kürschner ernannt.

„Mit den Flächen schafft sie Raum für Räume, erschafft Dimensionen“, beschreibt die Berliner Kunsthistorikerin Petra Lehmkuhl in einer Einführung die künstlerische Arbeit Ismers. Immer wieder tauchten auch transparente Flächen auf. Einerseits verwiesen diese auf den Prozess der Malerei, doch könnten sie auch Vorläufer oder Platzhalter eines anderen Elements sein. „Sie lassen den Betrachter vollkommen im Dunkeln tappen und sind doch Wegweiser im amorphen Geäst und geben Struktur.“

Die Farben der Arbeiten führten in ihrer deutlichen Sprache ein wenig fort von der Innerlichkeit der Malerei Ismers. In der Form arbeite sie akkurat. „Trotz der scheinbaren Impulsivität, die man glaubt in der Expressivität zu erkennen, sind die Arbeiten dominiert durch eine exakte Konstruktion, durch das konsequente Anwenden eines Konzepts“, so Lehmkuhl. In Pinselstrich und Farbgebung finde Ismer Anregung bei Alten Meistern wie Botticelli oder Poussin.

Von Karola Hoffmann

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