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Malerei von Petra Rös-Nickel und Christiane Bstock in der Galerie Nottbohm

Sanfte Augen Malerei von Petra Rös-Nickel und Christiane Bstock in der Galerie Nottbohm

Gleich zwei Künstlerinnen präsentiert die Galerie Nottbohm in einer Ausstellung. Die Schau von Petra Rös-Nickel und Christiane Bstock ist am Mittwochabend bei großem Besucherandrang eröffnet worden. Viel gemein haben beide Malerinnen allerdings nicht.

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Wenige künstlerische Gemeinsamkeiten: Christiane Bstock (links) und Petra Rös-Nickel.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Große braune Kulleraugen blicken von den Wänden herab. Vielleicht Bilder von Margaret Keane – die Verfilmung ihres Lebens ist gestern in den Kinos unter dem Titel „Big Eyes“ angelaufen –, die Kinder mit riesigen Rehaugen malt? Nein. Tierporträts von Bstock, die 1967 in Rottach-Egern geboren ist, zieren die Nottbohm-Räume. Stolz blickt der Hirsch, fröhlich das Schwein, gutmütig die Kuh, ein wenig hinterhältig die Gans, die als einzige aus dem bstockschen Reich der Fauna aus blauen Augen in die Welt schaut. Der Hund wirkt zuverlässig, er ist ja schließlich der Freund des Menschen.

Bstock geht geschickt mit Pinsel und Farbe um. Ihre Tierköpfe malt sie elegant, die Hintergrund bedeckt sie mit Farbe. Manchmal spielt sie ein wenig mit Ornamenten, die sie einfügt. Für Tierfreunde ist diese Malerei sicherlich sehr attraktiv.
Rös-Nickel, 1963 in Celle geboren, geht einen ganz anderen künstlerischen Weg. Sie bedient sich dort, wo die Suche nach kreativen Möglichkeiten erfolgversprechend ist – bei Kindern. Die nämlich praktizieren das, was Rös-Nickel als Arbeitstechnik perfektioniert hat. Rös-Nickel gestaltet sogenannte Kratzbilder.

Dabei wird die Schichtweise übereinander aufgetragen, die oberste Schicht in einem neutralen Farbton. In diese Deckschicht kratzt die Künstlerin und legt so die darunter liegende Farben frei. SO entsteht ein strukturiertes, ungegenständliches Motiv. Dabei konstruiert sie mit Zirkel oder geometrischen Figuren, lässt sich aber auch auf den Zufall ein, wenn sie die Farbschichten freilegt – ein technischer Prozess, bei dem malerische Finessen nicht gefordert sind.

Die Ausstellung läuft bis Sonnabend, 10. Mai, in der Galerie Nottbohm, Kurze Geismarstraße 31 in Göttingen. Sie ist dienstags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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