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Markus Krebs im Jungen Theater Göttingen

Traditioneller Witzeerzähler Markus Krebs im Jungen Theater Göttingen

Ein Mann, ein Bauch, ein Hocker. Markus Krebs trägt seine wichtigste Requisite immer mit sich. Der Komiker hat mit seinem Programm „Hocker Rocker“ im Jungen Theater Göttingen gastiert. Von seinem Barhocker aus unterhielt er sein Publikum mit Geschichten von Kegelclubs und Ex-Freundinnen.

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Markus Krebs mit seinem Programm  „Hocker Rocker“ im Jungen Theater Göttingen.

Quelle: Heller

Göttingen. „Keine Politik und keine Religion. Das können andere machen“, sagt Krebs über sein Programm. Ans Kabarett wage er sich nicht. Da müsse man immer aktuell informiert sein, damit es gut wird. „Ich bin nicht so aktuell. Aber ganz ehrlich: Wenn die Mauer fällt, schreibe ich alle meine Witze um“, verspricht Krebs.

Alles wird aufs Korn genommen

Tatsächlich muss man nach seinem Niveau manchmal suchen. Aber das Publikum lacht lauthals und was will ein Komiker mehr? Krebs versteht sich auf das traditionelle Witzeerzählen. Die Rahmenhandlung seines Programms ist ungekünstelt und einfach. Er erzählt aus dem Leben seiner Bühnenfigur, die Ex-Freundinnen hat, die im Kegelclub Freunde hat, die Ex-Freundinnen haben. Er macht sich über sich selbst lustig, über Frauen und seine Heimatstadt Duisburg.

„In Duisburg ist eine Depression eine Stimmungsverbesserung. Da fliegen die Tauben zum Kacken woandershin“, erzählt Krebs. Außerdem gesteht er: „Ich habe gerade eine längere Beziehung beendet. – Na gut, nicht meine.“ Sein Kumpel Rollo würde mit seiner Ehefrau immer sonntags vor dem Fernseher sitzen und wenn der Tatort käme, sagt er: „Hör‘ mal, die spielen unser Lied.“

Lässig auf der Bühne

Unter der schwarzen Mütze mit der Aufschrift „Hocker Rocker“ guckt ein blonder Pferdeschwanz hervor. Das T-Shirt über dem Bauch (Onkel, gib den Fußball wieder) verkündet „Der Mann hinter dem Bauch“. Mit der schwarzen Sonnenbrille wirkt er lässig. Ist er auch. Schon zu Beginn fordert er die Anwesenden auf, so viel zu filmen und zu fotografieren, wie sie wollen. Auf anderen Veranstaltungen sei das zwar unüblich, aber „mir ist das egal. Ihr könnt mich meinetwegen abpausen“.

Krebs resümiert das Anliegen des Abends so: „Ihr nehmt hier keine Botschaft mit. Ihr lernt hier nichts. Augen durch und zu.“

Von Jorid Engler

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