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Mathias Kom und "The Burning Hell" spielen im Börnerviertel

Buschiger Bart und küssbare Lippen Mathias Kom und "The Burning Hell" spielen im Börnerviertel

The Burning Hell ist ein kanadisches Musikerkollektiv aus Peterborough in Ontario und das Singer-Songwriter-Projekt von Mastermind Mathias Kom. Die Band lebt inzwischen in St. John᾽s auf Neufundland und ist weltweit bekannt für ihre sympathischen, humorvollen Auftritte.

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Sympathisch und humorvoll: Mathias Kom, Kopf der Band The Burning Hell.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Sie sind nicht zum ersten Mal in der Gegend. Kom erkennt einige Fans von vergangenen Konzerten in Göttingen und Northeim wieder. Aber er freut sich auch über die vielen neu hinzugekommenen Besucher im gut gefüllten Innenhof des Börnerviertels an diesem warmen Sommerabend. Einige Bewohner der umliegenden Häuser lauschen dem Geschehen von einem Fenster- oder Balkonlogenplatz. Manche Gäste der Gaststätte Dots nutzen den Blick aus den oberen Etagen.

Neben Kom komplettieren seine langjährigen Mitstreiter Nick Ferrio am Bass, Darren Browne an der E-Gitarre, Jake Nicoll am Schlagzeug und Koms Lebenspartnerin Ariel Sharratt, Klarinette und Gesang, das Bandkollektiv. Jedes Album benötigt eine Ballade gibt Kom an, und so startet das Set mit einem ruhigeren Stück. Der skurrile Titel „Everybody needs a body (to be somebody)“ gibt vor, um was es in Koms Texten geht: kleine Alltagsbeobachtungen, poetisch, hintersinnig und humorvoll verpackt.

Kom ist ein begnadeter Songwriter mit skurrilem Humor, wortgewaltig und selbstironisch. „My name is Mathias and I came to say this: I’ve got a big bushy beard and kissable lips“ – „ich habe einen großen, buschigen Bart und Lippen zum Küssen“. Humorig ist auch sein autobiografisches Stück „My name is Mathias“, das in keinem Konzert fehlen darf und das Publikum in Bewegung bringt.

Die Band spielt sich im Laufe des Abends fast mühelos leicht durch ihre Mischung aus Folk, Indie-Rock, Calypso- und Reggaeklängen, veredelt mit feinen, fließenden Soli von Brown und Sharratt. Ihr pointiertes Klarinettenspiel gibt der Musik bisweilen einen Hauch von Klezmer- und Swingfeeling. Herrlich auch ihr Zwiegesang mit Kom in einem romantischen Lied über ihr erstes Treffen bei einem Vegetarier-Freund.

Der reguläre Set endet mit dem Abräumer „Amateur Rappers“ und so treffenden Zeilen wie „… because my body is mortal but my rhymes are unkillable …“. Bevor die Band jedoch zu Gesprächen in ihre Hollywoodschaukel am Verkaufsstand bitten kann, bekommen die begeisterten Besucher noch zwei Zugaben zum Abtanzen. Abschließend bittet Kom noch um einen Tipp, wo sie am nächsten Tag auf dem Weg nach Hamburg einen Badesee finden können. Sympathischer Auftritt mit großem Spaßfaktor.

Von Jörg Linnhoff

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