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Mathias Zeh und Rainer Schacht sind jetzt „Die Feisten“

Und es hat Ping gemacht Mathias Zeh und Rainer Schacht sind jetzt „Die Feisten“

Es war Ende der 80er-Jahre, als der Göttinger Mathias Zeh ein Musikduo gründete, das sich „Ganz Schön Feist“ nannte.  Rund 25 Jahre ist das jetzt her. Aus dem Duo war über viele Jahre ein Trio geworden. Seit Oktober ist die Formation wieder auf ein Duo zusammengeschnurrt.

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Erfolgreicher Neustart mit den Feisten: Mathias Zeh im Gespräch.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zeh und Rainer Schacht, ein Mann der zweiten Stunde, nennen sich jetzt „Die Feisten“, und sie haben wieder Erfolg mit ihrer Popacappellacomedy, auch wenn sie dieses Etikett gar nicht so gerne hören. Mehr als 317 000 Klicks hat ihr Video „Kriech nich da rein“ auf Youtube verzeichnet. „Wahnsinn“, kommentiert Zeh diese Zahl beim Gespräch in einem Göttinger Café.

Schacht ist nicht dabei. Ihn zog es nach Mannheim, „der Liebe wegen“, sagt Zeh, der selbst schon seit neun Jahren in Kassel wohnt. Ihrer musikalischen Gemeinschaft tut die räumliche Entfernung offenbar keinen Abbruch. Am Sonnabend, 7. Februar, geben „Die Feisten“ ein Konzert in ihrer alten Heimat, in der Stadthalle am Albaniplatz. Der Abend mit dem Titel „Versuchslabor“, eine modifizierte Fassung des Premierenprogramms, beginnt um 20 Uhr.

Zweifel waren da, als Zeh und Schacht entschieden, nach dem Ausstieg von Christoph Jess als Duo weiterzumachen. Sie stellten sich die Frage, ob ihre Musik, instrumental und stimmlich reduziert, auch im Duo funktioniert. Die Besucherzahlen und Reaktionen belegen, dass es funktioniert – „so wie wir es uns nicht mal erhofft haben“.

300 Menschen wollten ihr Konzert in Bremen erleben, „die sind komplett ausgeklinkt. Und wenn ich adrenaliert bin, muss schon was passiert sein“, sagt Zeh mit der Abgeklärtheit von hunderten von Konzerten.

Der Startschuss für die neue Karriere fiel bei einer Kleinkunst-Messe in Freiburg, die eigentlich für Newcomer gedacht ist. Gute Kontakte hätten ihnen die Türen geöffnet. 300 Veranstalter erlebten „Die Feisten“ dort, „und es hat Ping gemacht“, sagt Zeh.

16 Konzerte standen alleine im November auf dem Programm. Nach Bremen folgte Celle, ein Abend, der mit mehr als 300 Besuchern ausverkauft war. „Wenn dir so viel Sympathie entgegen schwappt, ist vieles einfacher.“
Für ihn sei „Ganz Schön Feist“ gegen Ende zur Belastung geworden, sagt Zeh, der nahezu alle Texte für das Trio verfasste.

Und er bekennt: „Ich habe nicht diesen Output. Ich kann nicht unter Druck schreiben.“ Eine veränderte Aufgabenverteilung und ein anderer Rhythmus sollen den Stress mildern. Zeh greift auf der Bühne jetzt auch zum Instrument, dessen Beherrschung er erst wieder intensiv trainieren musste. Von Schacht erwartet Zeh dafür vermehrt eigene Texte. Und  nicht mehr im Zwei-Jahres-Rhythmus sollen neuen Alben erscheinen.

Fernsehauftritte wie jener in der Show des Kabarettisten Emmanuel Peterfalvi, besser bekannt als Alfons, der rasende Reporter, helfen natürlich beim Bekanntwerden. Weitere sollen folgen, verspricht die neue Agentur, mit der die beiden seit Sommer zusammenarbeiten.

„Die Feisten“ gastieren am Sonnabend, 7. Februar, um 20 Uhr in der Göttinger Stadthalle, Albaniplatz 2. Karten gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.
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