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Max Mutzke und Monopunk zu Gast in der Musa in Göttingen

Ausverkauft Max Mutzke und Monopunk zu Gast in der Musa in Göttingen

Im Jahr 2004 hat der Sänger Max Mutzke Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten. Mit dem Lied  "Can’t Wait Until Tonight" belegte er in Istanbul den achten Platz. Mit seiner Band Monopunk war er jetzt zu Gast in der ausverkauften Musa.

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Max Mutzke in der Musa: Hoch und tief, leise und laut, voller Leidenschaft und voller Gefühl singt er deutsche und englische Lieder.

Quelle: Heller

Göttingen. Noch sieht niemand Mutzke. Doch alle hören ihn. Seine Band Monopunk spielt schon den ersten Song an und von irgendwo kommt der Gesang.

Dann tritt Mutzke auf die Bühne, und das Publikum bricht in wilden Applaus aus. Mit einer Begrüßung hält sich der 34-Jährige nicht auf und überzeugt erst einmal mit musikalischem Können. Und wie! Hoch und tief, leise und laut, voller Leidenschaft und voller Gefühl singt er deutsche und englische Lieder. Er habe beschlossen, nur noch neue Songs vorzustellen. Allerdings würde er regelmäßig Drohbriefe erhalten, scherzt der Sänger und Songwriter, denn viele seiner Fans wollten auch seine alten Lieder hören. Zustimmendes Gemurmel im Publikum.

Er singt auch seine Klassiker wie „Can’t Wait Until Tonight“, das Lied, mit dem er 2004 zum Eurovision Songcontest antrat, aber neu arrangiert. Mutzke: „Und wenn ihr erkennt, welches Lied ich singe, dann rastet bitte komplett aus.“

Von der Bühne aus gesehen, sähen die Leute wie ein großer Organismus aus, stellt Mutzke fest. Und sehr schnell lobt er: „Was für ein geiler Organismus.“

Von Anfang an hat er sein Publikum im Griff, das nicht nur alles nachsingt, was er vormacht, sondern auch klatscht und ihn durch Zurufe anfeuert. Souverän führt er durch den Abend und wird dabei von Mal zu Mal humorvoller. Die Zuhörer tanzen, sofern es in der Enge geht, und flippen aus, wenn er bekanntere Lieder wie „Welt hinter Glas“ oder „Schwarz auf Weiß“ singt.

Doch geradezu andächtig still wird es, als Mutzke „You are all around me“ und „Hier bin ich Sohn“ vorträgt. Beide Lieder widmet er seiner kürzlich gestorbenen Mutter. An dieser Stelle merkt man, was er meint, wenn er sagt, er habe sein Album Max genannt, weil es sehr autobiografisch sei. 

Mutzke überzeugte an diesem gelungenen Abend mit großer Bühnenpräsenz, Humor und virtuosem Gesang. Der nicht enden wollende Applaus nötigt ihn zu einer längeren Zugabe, für die er die typische Schiebermütze ablegt. Publikum und Sänger waren sichtlich begeistert voneinander.

Von Jorid Engler

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