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Maybebop in der Göttinger Stadthalle

Ein Schnitzel und drei Könige in Nöten Maybebop in der Göttinger Stadthalle

Weihnachtswunder und Adventskalender im September, festliches Schlemmen und Geschenke unterm Baum: Das A-cappella-Quartett Maybebop hat ein Weihnachtskonzert unter dem Motto „Schenken – Achtung Weihnachtslieder!“ in der Göttinger Stadthalle gegeben. Rund 900 Besucher waren begeistert.

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Professionell: Jan Malte Bürger, Oliver Gies, und Bassist Sebastian Schröder und Tenor Lukas Teske (von links).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Plötzlich stehen sie im Zuschauerraum, jeder in einer anderen Ecke mit einer Kerze in der Hand und der ganze Raum ist erfüllt von vier glasklaren Stimmen. „Wir sagen euch an den lieben Advent“ heißt das Eröffnungslied. Die Zuschauer sind regelrecht eingehüllt in den vierstimmigen Gesang, der besinnlich schön auf das nahende Fest einstimmt.

 

Countertenor Jan Malte Bürger, der erste musikalische Erfahrungen im Göttinger Knabenchor sammelte, Bariton und Gründungsmitglied Oliver Gies, Tenor Lukas Teske, der auch mit dem vokalen Schlagzeug, mit Beatboxen, Akzente setzt und Bassist Sebastian Schröder sind tolle Sänger. Aber nicht nur das. Sie überzeugen auch als einfallsreiche Komponisten und virtuose Arrangeure. Und sie verstehen es, als Entertainer eine sehr unterhaltsame Show mit Tanzchoreografien und viel Augenzwinkern zu bieten.

 

Mit viel Bühnennebel, Hall und Lichtkegeln zaubert das Quartett einen ganzen Reigen an Stimmungen von ergreifend bis komisch. Das ist mal poppig, mal klassisch und modern aufbereitet. Die vier Herren nutzen die ganze Bühne, um das Publikum zum Schwelgen, zum Mitsingen, zum Lachen und zum Schmunzeln zu bringen.

 

Es gibt „Weihnachtswunder“, wenn trotz des geschäftigen Treibens vor dem Fest größere Unfälle ausbleiben. Die Nöte der Heiligen drei Könige werden in „Weise aus dem Morgenland“ verulkt. Und in dicke Rauchschwaden gehüllt ist die Marihuana-Reggae-Persiflage zum Song „Mary‘s boy child“. Auch der Wohlfühl-Swing-Hit „Let it snow“ gehört zum Repertoire, ebenso ein Weihnachtslieder-Medley und das Impro-Lied, das seit einigen Jahren fest im Programm ist. Das Publikum gibt unter anderem die Begriffe Todesstern, Doppelkopf und Schnitzel vor. Bariton Oliver fügt sie alle in einem gereimten Rap zusammen.

 

Die vier Männer mit ihren beeindruckenden Stimmen bieten dem Publikum einen sehr unterhaltsamen Abend. Die Zuschauer bedanken sich mit donnerndem Applaus im Stehen. Und bei der Zugabe geht es in einem „Jahresrückblick“ schnell noch durch die Pop-Hits der vergangenen Monate.

 

Von Karola Hoffmann

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