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Melodien für eine Sommernacht

The Travelling Band Melodien für eine Sommernacht

In dem gemütlichen Innenhof vorm Pools stehen fünf junge Männer mit zahlreichen Instrumenten im warmen Scheinwerferlicht auf der Bühne. Die Musiker von „The Travelling Band“ bestechen aber nicht durch ihre auffallenden Schnurr- oder Dreitagebärte,  sondern versüßen dem Publikum mit ihrer Mischung aus Pop und Folk die schöne Sommernacht unter freiem Himmel.

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Fesselt mit seiner weichen Stimme: Jo Dudderidge.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Vom ersten Moment an überzeugen die Musiker aus Großbritannien das zahlreich erschienene, eher junge Publikum mit humorvollen Texten, schönen Melodien und den ungewöhnlichen Stimmen der beiden Sänger.

Mit seiner weichen – für einen Mann ziemlich hohen – Stimme fesselt Jo Dudderidge bei Songs wie „Into the water“ oder dem neuen „Making eyes“ die Zuhörer. Sie harmoniert wundervoll mit den Akustik- und E-Gitarren und dem Keyboard, während die Bongotrommeln von Nick Vaal und der Bass von Chris Spencer für den eingängigen Rhythmus sorgen.

Die sehr kennzeichnende, nasale Stimme des zweiten Leadsängers Adam Gorman kommt bei Songs wie „Screaming is something“ des gleichnamigen zweiten und aktuellen Albums der Band zum Einsatz.

Während die meisten Songs eher ruhig und romantisch sind, geht es bei dem wie Jo meint „tropischen“ Song „Took my soul“ schneller und fröhlicher zu – geprägt von sehr präsenten Bongotrommeln, die für den exotischen Klang verantwortlich sind. Bei „Sundial“ kommt auch endlich das Banjo zum Einsatz, das bisher nur zur Zierde auf einem der Flugzeugsessel auf der Bühne lag. Das Publikum scheint den Gute-Laune-Song zu mögen und lässt sich zum Mitklatschen und Mitsingen animieren.

„The Travelling Band“ gründete sich im Jahr 2006 in New York City bei einem Aufnahmeprojekt, bei dem auch ihr Debütalbum „Under the Pavement“ entstand. Fünf Jahre später erschien ihr zweites Studioalbum „Screaming is something“.

Zum Abschluss wird es noch etwas persönlicher: Die Sänger und Gitarrist Steve Mullen steigen mit ihren Gitarren von der Bühne und singen ohne Verstärkung und teils dreistimmig ein ruhiges Stück zum Ausklang. Das Publikum ist begeistert.

Von Noreen Hirschfeld

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