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Zwei Göttinger und ihre Herzensangelegenheit

Metal-Festival am Haus der Kulturen Zwei Göttinger und ihre Herzensangelegenheit

Aus einer Bierlaune heraus kommen die meisten Menschen eher auf Schnapsideen. Anders war es bei den beiden Göttingern Maximilian Brodhun und Alexander Kriegel, die 2012 beim Kneipenstammtisch die Idee hatten, ein Metal-Festival im Haus der Kulturen zu organisieren: Underground Remains.

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Die Organisatoren: Maximilian Brodhun (links) und Alexander Kriegel.      

Quelle: Wenzel

Als sich Kriegel und Brodhun, beide 30 Jahre alt, 2009 kennenlernten, stellten sie schnell fest, dass sie die Liebe zur Musik verbindet. Beide Männer sind leidenschaftliche Metal-Hörer und spielen zusammen in der Band Collapse Instinct. Ihr Plan, ein Musik-Festival in Göttingen auszurichten, stieß in ihrem Bekanntenkreis sofort auf sehr viel Zuspruch und Unterstützung. So fassten beide den Entschluss, ihre Idee auch in die Tat umzusetzen. Durch Zufall entdecken sie das passende Gelände für ihr Vorhaben. Da sich ihr Band-Proberaum im Göttinger Haus der Kulturen befindet, wurden sie 2012 auf das Gelände nebenan aufmerksam.

Seit 2013 organisieren der Programmierer Brodhun und der Student Kriegel das Open-Air-Festival Underground Remains mit ihren Freunden Christian Hartung und Martin Pilz. Einmal im Jahr treffen sich Metal-Fans am Haus der Kulturen und schauen sich nationale und internationale Gruppen auf der Bühne an. Zum ersten Underground-Remains kamen rund 300 Besucher. Im Jahr 2015 waren es schon rund 400. „Wir wollten unbedingt ein Open-Air-Festival machen und gucken, wie es ankommt. Außerdem wollen wir unbedingt die nicht so bekannten Underground-Metal-Bands fördern“, erklärt Brodhun. Kriegel fügt hinzu: „Etwas derartiges gab es in Göttingen meiner Meinung nach noch nicht. Es gab schon lange keine Metal-Open-Airs mehr hier. Wir wollen auch was für’s kleine Portemonnaie bieten und der Metal-Szene was zurück geben. Bei uns steckt viel Idealismus dahinter.“

Die Organisatoren legen sehr viel Wert auf die Programmauswahl. „Wir werden nie eine Band holen, die wir überhaupt nicht mögen, nur um ein breites Publikum anzuziehen. Das würde auch nicht dem Underground-Spirit entsprechen“, sagt Brodhun. „Wir wollen gerade die Bands haben, die nicht überall auftreten und vielleicht auch unbekannt sind. Ich finde das toll, wenn Besucher auf mich zukommen und sagen, dass sie die ein oder andere Band gar nicht kannten und so begeistert sind, dass sie sich gleich Platten und Shirts von den Bands holen“, meint Kriegel.

Viele regionale Firmen und ehrenamtliche Helfer unterstützen das Festival. „Wir können uns nur bei den ganzen Helfern bedanken. Ohne sie wäre das ganze nicht möglich. Das gehört eben auch zum Underground – man hilft sich“, so Brodhun.

Das Festival ist für beide eine Herzensangelegenheit, die mit viel Leidenschaft aber auch sehr viel Stress verbunden ist. Sie kümmern sich neben Beruf und Studium um die Organisation und fangen laut eigenen Aussagen schon direkt nach jedem Festival an, das nächste zu organisieren. Dennoch denken Brodhun und Kriegel noch lange nicht ans Aufhören. 

Underground-Remains-Open-Air 2016

Auf dem Festival spielen am Sonnabend, 4. Juni, ab 14 Uhr acht Bands am Haus der Kulturen, Hagenweg 2e, darunter auch zwei aus Göttingen: Farson (15 Uhr) und Soulbleed (15 Uhr). Humanitas Error Est spielen ab 16 Uhr. Das Konzert von Morbid Panzer beginnt um 17 Uhr. Danach, um 18 Uhr, spielt die Band Path of Samsara. Um 19.10 Uhr beginnt das Konzert von Putrid Offal. Zum Schluss spielen Obscure Infinity ab 20.20 Uhr und Necronomicon ab 21.40 Uhr. Weitere Informationen: undergroundremains.de

Von Alisa Altrock

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