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Mit Gift und Genen

Filmfestival Von Jascha Grewe Mit Gift und Genen

Das Filmfestival „ueber Macht“ startet am Mittwoch, 22. April, im Lumière in Göttingen. Als Einstieg wird der Film „Monsanto, mit Gift und Genen“ von Marie-Monique Robin gezeigt. 

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In der Kritik: genmanipulierte Pflanzen.

Quelle: Verleih

Dabei geht es um den Monsanto-Konzern aus den USA, der mit Biotechnologien arbeitet. Robin zeichnet ein überaus erschreckendes Bild der Firma, die sich nicht scheut, Untersuchungen zu fälschen, zu bestechen und Menschen unter Druck zu setzen oder wissentlich Gefahren durch Chemikalien auszusetzen. Und das alles, um mehr Profit zu erwirtschaften und eine Monopolisierung voranzutreiben. Monsanto hält weltweit einen Marktanteil von 90 Prozent an verkauftem genveränderten Saatgut. 

Der Regisseurin gelingt es, mehr oder weniger gut versteckte Mechanismen zwischen Politik und Wirtschaft aufzuzeigen. So wechseln hohe Amtsträger von Monsanto in eine Unterabteilung des Gesundheitsministeriums und wieder zurück, wobei sie großen Einfluß auf die Regulierungspolitik von Genpflanzen haben. 

Der ruhige Schnitt des Films steht im  Gegensatz zu den eher aufwühlenden Informationen die vermittelt werden, was aber in diesem Fall sehr gut passt, da es die Hilflosigkeit viele der Protagonisten gegenüber Monsanto unterstreicht. Der sehr genau recherchierte und investigative Film zeigt die Schattenseiten von Genmanipulation und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Verstrickungen auf. Mit ihm will Robin dazu beitragen, dass genmanipulierte Produkte verboten werden und die Verbraucher darüber nachdenken, welche Produkte sie kaufen.

                                                                                                             Von Jascha Grewe

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