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Mit Strahlkraft

Akademische Orchestervereinigung mit neuem Dirigenten Niklas Benjamin Hoffmann Mit Strahlkraft

Mit herausfordernden Werken der Romantik hat sich Niklas Benjamin Hoffmann am Wochenende als neuer Dirigent der Akademischen Orchestervereinigung (AOV) vorgestellt. Beim Auftaktkonzerte in der Aula am Wilhelmsplatz demonstrierte er, wie er diesen Klangkörper zu Höchstleistungen führen kann.

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Mit dem Sommernachtstraum vo Batholdy eröffnete der Abend. 

Quelle: CR

Göttingen . Mit der bekannten Ouvertüre zum Sommernachtstraum in E-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy eröffnet die AOV den Abend. Die Musiker spielen dynamisch und geben der Musik Strahlkraft – bei verträumten Passagen genauso wie in kraftvollen Momenten.

Hoffmann dirigiert mit schwungvollem Körpereinsatz und entlockt dem Orchester feine Details wie auch enorme Energie. Er sorgt dafür, dass alle Instrumentengruppen präsent sind. Die Bewegungen seines Körpers zeigen eindrucksvoll genau den Klang, den er erreichen möchte.

Weiterer Termin

Sonntag, 24. Januar um 20 Uhr in der Aula am Wilhelmsplatz in Göttingen.

Mit dem Violinkonzert e-Moll von Mendelssohn Bartholdy steht anschließend ein sehr anspruchsvolles Werk auf dem Programm, fordernd für die Virtuosität des Solisten und die erhabene Schönheit, die das Orchester schaffen muss. Violinist Johannes Hupach, Jahrgang 1990, meistert atemberaubend die extrem schwierigen und schnellen Läufe.

Mit einem Ton, der zu leuchten scheint, erreicht er eine Stimmung, die gleichzeitig melancholisch wie euphorisch ist. Das sehr engagiert spielende Orchester kontrastiert die filigrane Violine mit prägnanten Themen und erdet die Musik. In dieser großartigen Interpretation umarmen sich Schwere und Leichtigkeit.

Der Konzertabend ist dem verstorbenen langjährigen Orchestermitglied, dem Bratschisten Werner Bischof gewidmet. Eines seiner Lieblingswerke war die 4. Symphonie in e-Moll von Johannes Brahms. Ihm zu Ehren spielt die AOV dieses große Werk. Dirigent und Orchester gestalten die Musik als Drahtseilakt: Der Klangkörper hält anfangs die emotionale Balance zwischen überschwänglichem Glück und zermürbender Verzweiflung.

Im schwermütigen vierten Satz führt das Orchester das Werk energiegeladen und mit wuchtigen Klängen in den seelischen Abgrund des düsteren Endes dieser Symphonie. Ergreifend! Dies zeigt auch die kurze Stille im Saal vor dem aufbrausenden Beifall des Publikums.

Das Orchester bedankt sich mit dem furios gespielten 5. Ungarischen Tanz von Brahms. Der lang anhaltende Applaus der Zuhörer galt der AOV und an diesem Wochenende besonders auch dem neuen Dirigenten. Dieser hatte einen guten Start. Er schuf mit dem Orchester Klänge voller Glanz und Zauber.

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