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Mit Tony Christie in Northeim nach Amarillo

Konzert mit der Band Ranagri Mit Tony Christie in Northeim nach Amarillo

Es ist die Musik seiner Eltern und Großeltern. Am Dienstagabend spielte Tony Christie, der 1971 mit dem Popsong Amarillo seinen größten Hit landete, in der Northeimer Stadthalle vor 500 Zuhörern Irish Folk. Ihn begleitete die britisch-irische Band Ranagri, die von Christies Sohn gemanagt wird.

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Sänger Tony Christie steht mit seiner Show „The Irish Night“ in Northeim auf der Bühne.

Quelle: Swen Pförtner

Northeim. Vier Wochen lang hat die Gruppe mit Christie zusammen in Günter Paulers Northeimer Studio, Stockfisch-Records, am gemeinsamen Album gearbeitet. Herausgekommen ist im vergangenen September ein Silberling mit zwölf Klassikern des Irish Folks. Das Werk, das irische Volksmusik auf konzertantem Niveau bietet, präsentierten die Künstler nun in der Stadthalle.

Es ist ihr zweiter gemeinsamer Auftritt in Deutschland gewesen, weitere sollen im Herbst folgen. „Vor einer Woche, am irischen Nationalfeiertag, dem St. Patrick's Day, spielten wir in Hamburg. Das Publikum sang alle Lieder mit“, berichtet Jean Kelly. Die klassisch ausgebildete Musikerin zupft bei Ranagri feinfühlig die Harfe.

Zehn Millionen Alben verkauft

Tony Christie begeisterte die Northeimer mit der unglaublichen Kraft und tiefen Emotionalität seiner Stimme. „Mit meiner Karriere ging es mal hinauf und mal hinab“, erklärt der Tenor während der Konzertpause in der Künstlergardrobe gegenüber dem Tageblatt. Doch am Ende hat der Musiker zehn Millionen Alben verkauft.

Die Idee mit der Folk-CD hatte Donál Rogers, der Sänger und Gitarrist der vor dreieinhalb Jahren gegründeten Gruppe Ranagri. Er kennt Christie seit den 90er-Jahren. Bei einem ihrer ersten Treffen hatten sie mit anderen irischstämmigen Musikern an Christies Küchentisch gesessen, getrunken und die alten Lieder gesungen. Seisiún nennen Iren solch ein lockeres Musizieren. „Wir müssen das aufnehmen“, hatte Rogers damals gesagt.

Idee entstand am Küchentisch

Daran erinnerte er sich, als er 30 Jahre später nach einem anstrengenden Probentag in Northeim mit seinen Ranagri-Bandkollegen noch ein wenig mit Paulers zusammensaß. Dem Produzenten gefiel der Vorschlag. Bandmanager Sean Fitzgerald rief noch in der Nacht seinen Vater an. Der sagte zu. „Ranagris Sound ist einzigartig“, sagt er dem Tageblatt. Ihm gefällt, dass die Band nicht an traditionellen Arrangements kleben.

Zudem sind die Künstler hervorragend. Mit Eliza Marshall (Flöte) hat die Gruppe eine zweite klassisch ausgebildete Musikerin an Bord. Und Tad Sargent ist ein Meister der irischen Rahmentrommel Bodhrán. In Northeim bekam er für sein Solo donnernden Applaus.

Unter den zahllosen Folk-Songs zogen die Musiker 40 in die engere Auswahl. Entschieden haben sie sich am Ende für mitreißende Balladen wie Black Velvet Band oder wehmütige Abschiedssong wie The Parting Glass, das in Northeim als Zugabe zu hören war. Am Ende erklang in der Stadthalle auch Christies Hit Amarillo. Da hielt die Northeimer nichts mehr auf ihren Stühlen.

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