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Mit Zeichnungen auf Expedition

Galerie Art Supplement Mit Zeichnungen auf Expedition

Die Galerie Art Supplement hat jetzt eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von 19 Studierenden der Hochschule für Gestaltung Offenbach eröffnet. Entstanden sind die vielfältigen Motive während des Kurses „Die Ausdrucksmittel der Zeichnung“ im Lehrgebiet „Grundlagen Grafikdesign / Illustration“.

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Galerie Art Supplement zeigt Werke verschiedener Künstler aus der sogenannten Offenbacher Schule. Im Bild: Künstler Nico Mason (links).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Was für ein prächtiger Hummer. In elegantem Schwung führt die gezeichnete Linie um die Konturen des Tierkörpers herum. Und die Verführung ist groß, nachzuvollziehen, ob die Zeichnung von Nico Mason in einer einzigen Linie ausgeführt ist. Auch die anderen Arbeiten der Serie, ein Goldfisch und das Porträt eines Mannes mittleren Alters, fordern heraus, die wenigen gesetzten Linien näher zu betrachten.

​An der gegenüberliegenden Wand scheint Victor Krautwig in kranzförmigen Gebilden die Unendlichkeit eingefangen zu haben. Und die computergenerierten Arbeiten von Yannick Brenden zeigen sowohl Knäuel kopfloser Gestalten als auch kokette Tänzerinnen in einer typografischen Vervielfältigungsparade.

​Die Ausstellung zeigt „ein breit gefächertes zeichnerisches Panorama mit unterschiedlichsten Motivhorizonten“, erklärt Norman Hildebrandt. In seinem Kursus an der Hochschule fördere und fordere er die individuelle künstlerische Ausdrucksweise. So gleiche keines der „gezeigten Konturgehege“ dem anderen.

Öffnungszeiten

​Die mittlerweile vierte Ausstellung mit Arbeiten der Offenbacher Schule wird bis Freitag, 3. Juni, in der Galerie Art Supplement, Burgstraße 37a, gezeigt. Geöffnet ist sie montags bis freitags 15 bis 18 Uhr, Sonntag 11 bis 13 Uhr.

​„Das Zeichnen fungiert als eine Art Halt gebendes Geländer, als eine Expeditionsform, die hilft, die eigenen psychischen Untiefen auszuloten und letztlich mit Distanz aus sich heraus auf das Blatt Papier zu stellen“, so der Dozent. Vielfalt kennzeichnet die Arbeiten der Studentengruppe. Wobei sich die Motive mal über die Linie artikulieren, dann wieder durch flächige Formgefüge aufbauen oder in der Kombination beider Ausdrucksmöglichkeiten.

​Während Lea Klemisch ihre gesetzten geometrischen Formen jeweils mit einem wilden Moment konterkariert, widmet sich Michael Franzen dem zeitlichen Moment von Architektur. Laura Gil Fugger zeigt in realistischen, mit japanischem Tuschestift gefertigten Studien Tiere und Organe sowie ein fantasievolles kleinteiliges Figurenarrangement.

​Unter den zumeist in Schwarz-Weiß gehaltenen Arbeiten sticht die Farbigkeit der Pastellkreide-Bilder von Jingsi Li förmlich heraus. Fröhlich, spielerisch, poppig und poetisch muten ihre mit schwungvoller Linienführung gezeichneten Figuren an.

Von Karola Hoffmann

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