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Mit ungezwungener Leichtigkeit

Händel-Festspiele Mit ungezwungener Leichtigkeit

Kurfürst Georg Ludwig von Hannover, seit 1714 König Georg I. von England, war es, der Händel nach Hannover, später nach London holte. Georg Ludwigs Vater Ernst August wurde 1629 in Herzberg geboren, im Welfenschloss, in dessen Rittersaal am Dienstag die Göttinger Händel-Festspiele ein Konzert veranstalteten: aus gutem Grund also.

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Unter den Augen von Kurfürst Ernst August entspannt und lebendig musizierend: Sopranistin Evelyn Tubb mit David Hatcher (VIola da Gamba).

Quelle: Schäfer

Zu Gast war das englische Kammerensemble „Sprezzatura“ mit der Sopranistin Evelyn Tubb und den Instrumentalisten Adriane Post (Violine), David Hatcher (Viola da Gamba), Michael Fields (Theorbe) und David Wright (Cembalo, Orgel). „Sprezzatura“ bedeutet etwa „mühelose Lässigkeit“, von Monteverdi als ungezwungener Leichtigkeit im Gesang spezifiziert. Genau diese Eigenschaften sind es, die den Gesang von  Evelyn Tubb charakterisieren. Auch wenn man sich ihr Timbre noch weicher und ihre Intonation stellenweise präziser vorstellen könnte, ist es vor allem die Leichtigkeit, die an ihrer Kunst fasziniert. Darüber hinaus funktionierte sie das Podium zur Bühne um, sah ihren Instrumentalpartnern singend tief in die Augen und verdeutlichte gern gestisch den Affekt der auswendig gesungenen Texte. Das machte diesen Abend in seinem zauberhaft intimen Rahmen sehr lebendig.

Kurzweiliger Abend

Das klug zusammengestellte Programm verfolgte Zeitlinien im Schaffen Händels von seinen britischen Vorgängern und Zeitgenossen bis zum späten Oratorium „Theodora“. Kleine, virtuose Instrumentalstücke unterbrachen die Reihe der Arien und Kantaten: ein kurzweiliger Abend, der mit zwei Sätzen aus Händels „Gloria“ als Zugabe endete.

Von Michael Schäfer

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