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Modernes Papier collé

Ausstellung von Künstlerin Gloria Brand Modernes Papier collé

Ihre Papier-Collagen reichen vom flachen Klebebild über größflächige Schnittbilder bis zu skulpturartigen Stapelarbeiten: Am Donnerstag eröffnete Künstlerin Gloria Brand ihre Ausstellung „Collagen – antikompositionell – kompositionell“ im Künstlerhaus. Sie ist dort bis zum 9. Oktober zu sehen.

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Künstlerin Gloria Brand vor einer der Collagen.

Quelle: CH

Göttingen. Obwohl die Collagen groß sind, wirkt der Weiße Saal nicht überfrachtet. Erhart Schröter vom Vorstand des Künstlerhauses spricht von einer „Raumlandschaft der Papier collé“ – ein Verweis auf die Frühform der von Picasso mitentwickelten Collage.

Eine Nähe zur Architektur lässt sich an den zwei großen, in der Mitte des Saales drapierten Stapeln erkennen. Sie sehen aus, als wenn jemand viele – kleinteilig mit feinen Mustern bemalte, bedruckte und betupfte – Platten übereinander gestapelt hat. Tatsächlich lassen sich die Platten verschieben. „Es muss mit dem Raum korrespondieren“, sagt Brand.

Wechselt man den Standort im Raum, eröffnen sich neue Blickwinkel. „Die Collagen sind polyperspektivisch“, sagte Siegfried Lang, der in die Ausstellung einführte. Er erklärte die Nähe zur Architektur damit, dass Brand eine Zeit lang als Ausstattungsassistentin an den Frankfurter Städtischen Bühnen gearbeitet habe.

Weniger plastisch als die Stapel ist das Werk „Streifzüge“, eine aus 23 Teilen zusammengesetzte Collage, die fast eine ganze Wand einnimmt. Von 2007 bis 2016 arbeitete Brand daran. „Ich habe kompakt angefangen, dann ist es luftiger geworden“, erzählt sie. An manchen Stellen sind Muster und Linien kleinflächigst aufgetragen, die vorherrschenden Farben: schwarz und weiß. An anderen Stellen sind sie großflächiger und farbiger.

So vielschichtig sind die Muster, Formen und Schichtungen dieser reliefhaften Collagen, so komplex die Strukturen, dass sich immer wieder Neues entdecken lässt.

Ausstellung im Künstlerhaus

Die Ausstellung im Künstlerhaus, Gotmarstraße 1, ist bis zum 9. Oktober dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr und sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonnabend, 17. September, wird um 15 Uhr ein Künstlergespräch veranstaltet.

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