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Monsters of Liedermaching in der Z-Mensa

Konfettibomben und Testkreischer Monsters of Liedermaching in der Z-Mensa

„Ich wünsche mir ein Pferd, mit dem man Freunde stehlen kann“: Mit Wortgewandtheit, Witz und Gitarren bereitete die Band „Monsters of Liedermaching“ am Freitagabend im Foyer der Z-Mensa des Studentenwerks Göttingen den rund 400 Gästen einen wahrlich unterhaltsamen Abend.

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Die Monsters of Liedermaching in der Göttinger Z-Mensa

Quelle: Pförtner

Göttingen. Es ist das 15. Konzert ihrer Tour, aber auch an diesem Abend sind Rüdiger Bierhorst, Jens Burger, Peer Jensen, Jan Labinski, Fred Timm und Torsten Kühn noch frisch „und immer noch in Alkohol eingelegt wie am ersten Tag“.

Göttingen spiele in ihrer Bandhistorie insofern eine tragende Rolle, als sich das Sextett einst im Café Kreuzberg kennenlernte. Poesie, Parodie und Gitarrenmusik mal im Rock’n’Roll-Kostüm, mal im Popgewand: Die „Monsters“ sind vielseitig und um keine Albernheit verlegen. Bei allem Jux schaffen sie es aber auch, musikalisch zu bewegen.

Die Fans singen mit, tanzen, zücken Feuerzeuge bei den wenigen ruhigeren Stücken. „Vertrauen ist die wichtigste Eigenschaft bei Rockkonzerten“, sind sich die „Monsters“ einig. Und tatsächlich können sie sich an diesem Abend auf ihre Fans verlassen.

Sie schunkeln, ahmen auf Kommando Saloon-Türen nach, grölen, zeigen den Mittelfinger („Doublefuck“), wann immer es die Band wünscht und sind auch bei Stücken des neuen Albums „Wiedersehen macht Freude“ erstaunlich textsicher. Die Band lässt die Frauen „testkreischen“, bevor sie deren vollen Einsatz im Song verlangt.

„Ich hab versprochen, dass ich mit dir durchs Feuer geh‘, aber nicht zum Winterschlussverkauf ins KaDeWe.“ – Es sind neben allerlei Absurditäten auch spitzfindige Beziehungsgeschichten, die mal im Country-, mal im Flamenco, meistens aber im Rockstyle verpackt werden.

Als wäre die Stimmung nicht so schon auf dem obersten Level, fliegt immer mal wieder Konfetti über die Bühne. Es ist kein Konzert mehr, es ist eine Party, die nach zweieinhalb Stunden „Monsters-Musik“ ihres neuen Albums und jeder Menge alter Lieder aus der nunmehr 13-jährigen Bandgeschichte mit viel Jubel und Applaus zu Ende geht.

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