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„Moonwalker" – ein Abend im Gedenken an Michael Jackson

Ein Imitator und ein Fan „Moonwalker" – ein Abend im Gedenken an Michael Jackson

Der Moonwalk zählt wohl zu den am häufigsten kopierten Tanzschritten von Michael Jackson, dem King of Pop. „Moonwalker“ heißt eine Show, die als Huldigung an seine Schaffen gedacht ist.

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Etwas älter, ein bisschen weniger fit: Michael-Jackson-Imitator.

Quelle: Heller

Göttingen. Ein Michael-Jackson-Imitator, laut Veranstalter einer der weltbesten, begleitet von einer professionellen Band, umringt von sechs Tänzerinnen und unterstütz von zwei Sängerinnen und einem Sänger sowie zwei Akrobatinnen bringen das Spektakel auf die Bühne – am Sonnabend auch in der mittelmäßig gefüllten Stadthalle.

Ein wenig älter ist er geworden, der King of Pop, geboren 1958, gestorben 2009. Hier und da fehlt ihm ein bisschen Leichtigkeit. Doch einige der wichtigsten Moves des Pop-Königs hat der Darsteller, der sich hinter weißer Schminke und schwarzer Perücke mit lockigen  Fransen vor dem Gesicht verbirgt, locker drauf. Viel bemerkenswerter jedoch: Er beherrscht ziemlich perfekt das immer schon etwas dünne Stimmchen des Gesamtkunstwerkes Jackson mit all seinen Kieksern und Juchzern.

Jacksons große Hits von den Anfängen, als Michael noch als kleiner Junge im Kreise seiner Geschwister als „The Jackson Five“ auftrat, bis hin zu den  absoluten Chartbreakern singt er ganz bemerkenswert. „Thriller“ ist dabei, „Bad“, „Beat it“ und natürlich der „Earth Song“.  Das ganze ist flüssig choreographiert, die Co-Sängerinnen haben gelernt, was sie tun, und die Band ist flott dabei. Einmal biegt eine junge Frau ihr Rückgrat, dass man meint, die Wirbel knacken zu hören, ein anderes Mal windet sich eine weitere Akrobatin kraftvoll und elegant an einer Tabledance-Stange.

In Schale geworfen

Und am Ende dann gibt es ganz vorne an der Rampe Fotos mit einigen Hauptdarstellern, darunter der Jackson-Imitator. Während die Besucher den Saal verlassen, schafft es Louis Storm unbeobachtet auf die Bühne. Der Zwölfjährige lebt in Lödingsen und ist glühender Michael-Jackson-Verehrer. Er habe die Trauerfeier für Jackson im Fernsehen verfolgt, erklärt Louis anschließend im Gespräch. Dort habe er den Moonwalk gesehen und ihn „richtig magisch“ gefunden. Seitdem habe er die Jackson-Choreographien immer wieder geübt.

Für den Abend in der Stadthalle hat Louis sich in Schale geworfen. Auf dem Kopf der Jackson-Hut, den glitzernden Handschuh, eines der typischen Accessoires, trägt er an der Rechten, ein Weihnachtsgeschenk. Die linke Hand ist bandagiert, einige Fingerkuppen mit Pflaster umklebt. Ein Missgeschick? Natürlich nicht. Jacksons Hand sei oft so bandagiert gewesen, nachdem er einen Ausschlag bekommen habe, erklärt Louis.

Schon während des Konzertes hatte Louis ein wenig getanzt, sich dem Imitator auch einmal als Tänzer angeboten, als der durch den Saal gegangen war. Nach dem Konzert, oben auf der Bühne, zeigt er einige Jackson-Moves. Sein Vater wartet unten und fotografiert. Louis sieht sehr professionell aus. Ob er später denn auch mal auf der Bühnen stehen will? „Das wäre cool“, sagt er und lächelt vergnügt.

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