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Museen suchen nach NS-Raubkunst

Fünf Häuser in Südniedersachsen Museen suchen nach NS-Raubkunst

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur will die Suche nach NS-Raubkunst verbessern. Dafür hat es mit dem Netzwerk Provinienzforschung, dem Landschaftsverband Südniedersachsen und dem Museumsverband Niedersachsen und Bremen ein Pilotprojekt zum Erst-Check in fünf Museen in Südniedersachsen entwickelt.

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Sandra Kästner des Heimatmuseum Duderstadt im Archiv des Hauses.

Quelle: Eckermann

Duderstadt/Hannover. „Das Pilotprojekt zum Erst-Check in Museen markiert einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Ausdehnung und Etablierung der Suche nach NS-Raubgut in Niedersachsen. Wir möchten weitere Häuser – über die Grenzen Südniedersachsens hinaus – dazu ermutigen, an Folgeprojekten teilzunehmen“, sagt die Niedersächsische Kulturministerin, Gabriele Heinen-Kljaji´c, über das Pilotprojekt.  Teilnehmende Museen sind das Stadtmuseum in Alfeld, das Heimatmuseum in Duderstadt, das Stadtmuseum Einbeck und das Städtische Museum in Hann. Münden sowie das Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld.

Das Angebot richtet sich an mittlere und kleine Museen, die aus personellen und finanziellen Gründen oftmals nicht in der Lage sind, die Recherchen zur Herkunft ihrer Sammlungsbestände durchzuführen. Dafür wurde ein Erst-Check entwickelt, mit dem festgestellt wird, ob ein Verdacht auf NS-Raubgut in den jeweiligen Beständen vorliegt.

Bereits am Donnerstag, 2. Juni, soll ein Experte nach Duderstadt kommen, der die Bestände des Heimatmuseums 14 Tage lang einem ersten Check unterzieht. Und Ulrich Reiff vom Oberharzer Bergwerksmuseum in Clausthal-Zellerfeld, dass seine Bestände ebenfalls öffnet, teilt mit: „Ein konkreter Verdachtsmoment auf NS-Raubkunst oder sogenannte Arisierung jüdischen Eigentums liegt dem nicht zu Grunde. Bei einer 125 Jahre alten Institution wie dem Oberharzer Museum ist dies prinzipiell aber nicht auszuschließen. Hinzu kam, dass ein rückwärtig angrenzendes Grundstück und früheres Geschäftshaus in Zellerfeld einer jüdischen Kaufmannsfamilie Sauer gehörte, die vor der Emigration zum Notverkauf von Haus und Besitz gezwungen war.“

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