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NDR2-Soundcheck-Festival: Citystage in Göttingen Klar, energievoll, ungekünstelt

Drei Tage Musik auf fünf Bühnen in Göttingen, und im Zentrum steht die Citystage auf dem Albaniplatz. Mit der Live-Übertragung des Bosse-Konzerts auf die Videowand wird das NDR2-Soundcheck-Festival am Donnerstag eröffnet. Danach gibt Musiker Adesse das erste Live-Konzert auf der Citystage.

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Nach dem Bosse-Konzert spielt Adesse das erste Live-Konzert auf der Citystage.

Quelle: Pfoertner

Göttingen. 18.55 Uhr. Ein wunderbarer warmer Spätsommerabend. Ein laues Lüftchen weht, über dem Platz liegt ein entspanntes Brummeln. Der Albaniplatz, dessen Zugänge von Sicherheitspersonal kontrolliert werden, ist noch recht übersichtlich besucht.

Bosse eröffnet mit seinem Konzert nur wenige Schritte entfernt das Festival. Und der Gruß aus der Stadthalle via Live-Übertragung an die Besucher draußen auf dem Platz wird eher beiläufig zur Kenntnis genommen.

Die Festivalbesucher plaudern, trinken entspannt ein Bierchen, treffen Bekannte. Das Publikum ist bunt gemischt. Einige Kinder und Jugendliche laufen über den Platz. Langsames Warmlaufen ist angesagt. Nur die Festival-Technik-Crew rotiert. Bild und Ton auf der Leinwand sind nicht synchron. Feineinstellung ist gefragt.

Bosse singt „So oder so ...“. Die Konzertbesucher in der Stadthalle singen mit, und die ersten Besucher vor der Citystage wippen im Takt mit. „Wir machen krass Kanon – Kanon de Amore“, meint Bosse auf der Videowand. Auf dem Platz ist aber nichts mit Kanon. Erst ist der Ton weg. Dann liegen zwei, drei Sekunden zwischen Bild und Ton auf der Leinwand. Aber die Techniker kriegen das Malheur schnell in den Griff.

Mit Einbruch der Dunkelheit kommt beim Blick auf die Leinwand allmählich das Gefühl auf, irgendwie live dabei zu sein. Unter den Gästen sind auch Annette und Uwe Koch aus Nesselröden, die vom „ersten Mal an schon dabei sind“. „Ich freue mich jedes Jahr, wenn ich höre, dass das NDR2-Soundcheck-Festival wieder kommt“, sagt die 49-Jährige. Eigentlich hatte das Paar Karten für das Alessia-Cara-Konzert. Nach der Absage schauen sie sich eben Bosse an, danach Adesse und am Sonnabend geht es zum Louane-Konzert.

Nach dem Bosse-Konzert spielt Adesse das erste Live-Konzert auf der Citystage. Der Berliner ist ein guter Freund von Fußballer Jerome Boateng. Auch Adesse war auf dem Weg zu einer Kicker-Karriere, entschied sich aber für die Musik. Nach Singles und einem Duo mit Sido erschien im Frühjahr sein Debüt-Album „Fechnerstraße“. Der Gesang des Berliners ist eher im HipHop-Stil klar, energievoll, ungekünstelt. Seine Musik Pop, der schnell ins Ohr geht. Adesse singt „Anruf 333“. Das Publikum schwenkt die Arme dazu. Göttingen ist im Festivalmodus angekommen.

Von Karola Hoffmann

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