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Nachwuchstalente musizieren in Göttingen

Sonderkonzert "Jugend musiziert" Nachwuchstalente musizieren in Göttingen

Seit zehn Jahren fördert die Stiftung „Jugend musiziert“ Niedersachsen musikalische Hochbegabungen. Zu diesem runden Geburtstag präsentierten sich am Sonntag sechs junge Solisten in einem Sonderkonzert des Göttinger Symphonie-Orchesters (GSO) in der recht gut besuchten Stadthalle.

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Konzert zu 10 Jahren Stiftung "Jugend musiziert Niedersachsen" mit Nachwuchstalenten.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Wer es zum Landes- oder gar Bundessieger bei „Jugend musiziert“ gebracht hat, kann zwar stolz eine Urkunde vorweisen – aber in vielen Fällen tut eine weitere Förderung not, etwa eine Unterstützung beim Kauf von Instrumenten oder bei der Teilnahme an Meisterkursen. In solchen Fällen hilft die Stiftung. Deren Gründerin Uta Mittler, Flötistin und Musikpädagogin aus Bovenden, ist dafür 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Pianistischer Glanz und musikalische Lebendigkeit

Die Älteste unter den Solisten machte den Anfang, die 1991 geborene Pianistin Marie Rosa Günter, die derzeit bei Bernd Goetzke in Hannover studiert. Mit großer Präzision und vielen Ausdrucksnuancen gestaltete sie ihren Solopart in Beethovens B-Dur-Klavierkonzert, unaufdringlich und uneitel, mit gutem Gespür für pianistischen Glanz und musikalische Lebendigkeit.

Ihr folgte die erst 13-jährige Geigerin Katharina Molleker mit Max Bruchs g-Moll-Violinkonzert: eine erstaunliche Begabung, technisch bereits auf sehr hohem Niveau, musikalisch nicht minder, mit großem, runden Ton und bemerkenswerter Gestaltungskraft.

In dem 1924 entstandenen Posaunenkonzert des dänischen Komponisten Launy Grøndahl stellte sich Marten Bötjer, Jahrgang 1993 vor. Wer mit Anfang 20 derart professionell und souverän auf dem Podium steht, hat gute Aussichten auf eine glänzende Karriere. Mit einer bewundernswerten, ganz selbstverständlichen Lockerheit gestaltete er seinen Part, wirkte entspannt und – der Musik entsprechend – fröhlich und spielfreudig.

Den Schlusspunkt setzten gleich drei Solisten, die Geigerin Dorothea Stepp (Jahrgang 1996), der Cellist Timothy Hopkins (Jahrgang 1995) und die Pianistin Victoria Sarasvathi (Jahrgang 1997), die auch sonst als Klaviertrio konzertieren und hier den Solopart in Beethovens Tripelkonzert op. 56 spielten.

Wie aus einem Guss

Ihr kammermusikalisch geschultes Ensemblespiel war – abgesehen von der hier und da etwas vorpreschenden Pianistin – aus einem Guss. Stepp ist eine brillante Violinistin, Hopkins virtuos und auch in höchsten Lagen stets intonationssicher, Sarasvathi sehr profilscharf und präzise.

Die GSO-Musiker unter der sensiblen und temperamentvollen Leitung von Christoph-Mathias Mueller waren ausgesprochen aufmerksame Partner ihrer jugendlichen Solisten. Die Zuhörer applaudierten begeistert – unter ihnen zahlreiche Preisträger des diesjährigen Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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