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Neue Galerie zeigt Werke von Beuys-Schülern

Ausstellung in Kassel Neue Galerie zeigt Werke von Beuys-Schülern

Mit „Beuys-Schüler im Dialog“ präsentiert die Neue Galerie Kassel graphische Werke von Imi Knoebel, Felix Droese und Blinky Palermo und zeigt damit, wie übergreifend das Werk von Beuys bis heute ist. Neben gestalterischen Merkmalen findet sich auch der soziale Aspekt von Beuys in den Werken seiner Schüler wieder.

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Ausstellung «Beuys-Schüler im Dialog»: Besucher vor Lithographien und einem Siebdruck des deutschen Künstlers Blinky Palermo.

Quelle: Uwe Zucchi/dpa

Kassel. Im Jahr 1961 zog es Beuys mit einem Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei an die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf – wie frei von diesem Programm die Möglichkeiten der Studenten aber tatsächlich waren, zeigt die Kabinettausstellung in der Neuen Galerie, die Werke der Beuys-Schüler Knoebel, Droese und Palermo präsentiert. Mit einer Auswahl von Graphikarbeiten ist die Graphische Sammlung zu Gast in der Neuen Galerie und zeigt die Vielfältigkeit des Beuys-Umkreises.

Geöffnet

Die Kabinettausstellung „Beuys-Schüler im Dialog. Graphische Blätter von Imi Knoebel, Felix Droese und Blinky Palermo“ ist in der Neuen Galerie, Schöne Aussicht 1, dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr zu sehen (bis 9. Oktober).

Der 1940 geborene Knoebel ist mit graphisch streng konstruierten Werken vertreten, die durch Klarheit und Ruhe überzeugen. Orientiert am russischen Künstler Kasimir Malewitsch und seinem „Schwarzen Quadrat“ (1915) variiert er diese Form in seiner „Russischen Wand“ von 1988 immer wieder, konstruiert neue Formen, dessen Ursprung immer das Quadrat bleibt – in Schwarz oder in Weiß. Und generell sprechen der Raum und die Wahl der Kunstwerke durch die klaren Formen und die mangelnde Farbigkeit. Einzig die Werke von Palermo stechen mit Elementen von tiefdunklem Rot heraus. Der Künstler, der 1977 verstarb, spielt mit graphischen Konstruktionen, die an digitale Zahlen erinnern. Auch sein Werk spricht durch klare Formen wie zum Beispiel dem Quadrat.

 

Etwas aus der Klarheit und Ruhe der graphischen Werke Palermos und Knoebels heraus sticht die Auswahl des Bilderzyklus „Einer muss wachen“ von Felix Droese. In den Kaltnadelradierungen beschäftigt er sich mit existenziellen Fragen um Leid und Schuld, die er skizzenhaft und mit einer gewissen Nüchternheit darstellt. Sein Stil wirkt kratzig und spontan, seine schemenhaften Figuren positioniert er schwebend, übereinandergestapelt oder verdreht.

 

Der 1950 geborene Beuys-Schüler arbeitete diesen 22-teiligen Zyklus, von dem elf Arbeiten in der Neuen Galerie ausgestellt sind, mit Kaltnadel auf Papier aus. Das Werk entstand in Anlehnung an die Erzählung „Nachts“ von Franz Kafka. Ähnlich wie bei Joseph Beuys steht auch im Werk Droeses der gesellschaftliche Aspekt der Kunst in Vordergrund.

Von Tomke Aljets

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